Die Presse
Kurier
Sazburger Nachrichten
Wiener Zeitung
Pressestimmen Zauberflöte
TMA travel management austria
Pressestimmen La Cenerentola

APA
OTS
Presseinformation
Prolog
Opernglas
Financenet

Wiener Lloyd
Bühne
Maecenas 2005
Kronen Zeitung
Siemens Financial Services
Die Welt

CEE Opernhäuser - eine große europäische Familie
Bei so genannten Operndirektorenkonferenzen in Wien wurde die Idee zur Schaffung eines Netzwerks zwischen der Wiener Staatsoper und anderen europäischen Musiktheatern geboren. Im April 2004 setzte man mit der Gründung des Vereins Central & Eastern European Musiktheater den ersten Schritt zur Zusammenarbeit.... Artikel als Pdf herunterladen

Pressestimmen zu "La Cenerentola "

Rasanter Rossini-Reigen

La cenerentola. Rossinis Version des Aschenputtels wurde von Peter Pawlik an der Nationaloper Bukarest in Szene gesetzt.
Das Rezept für einen gelungenen Opernabend ist eigentlich ganz einfach: Man nehme einen Rossini, lasse ihn gewusst in Szene setzten und packe ein virtuos-brillantes Orchester dazu. Wenn auch die Sänger den üppigen Koloraturen gewachsen sind, die ihnen der Komponist in den Mund gelegt hat, kann eigentlich (fast) nichts mehr schiefgehen.

Gelungen war es über weite Strecken, das Rossini-Feuerwerk an der Nationaloper in Bukarest. Serviert wurde dem Publikum La cenerentola – ein musikalischer Karneval par excellence – in einer erfrischenden Inszenierung von Peter Pawlik aus Wien, ermöglicht durch die Unterstützung der österreichischen Initiative Central & Eastern European Musiktheater, die nun seit vier Jahren erfolgreich Opernförderung in Südosteuropa leistet.
Das Bemühen des Vereins um kulturellen Dialog und Wissensaustausch ist beispielhaft: Junge Gesangstalente werden gefördert, Erfahrungen ausgetauscht, szenische Zusammenarbeit in Form von Koproduktionen vorangetrieben. Dort, wo jahrzehntelange Funkstille bestand, wird nun wieder grenzüberschreitend(e) Musik gemacht, mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Westen. Und die geht bei CEE weit über das Finanzielle hinaus. Vom Startschuss eines Projekts bis hin zur Premiere werden die Partneropernhäuser inhaltlich und organisatorisch, vor allem aber ideell, begleitet Der Erfolg kann sich sehen und hören lassen. Nach einer mazedonisch-bulgarischen Zauberflöte im Februar 2006 folgte im April ein rumänisch-serbischer Liebestrank. Und nach dem rumänisch-rumänischen Figaro gab es im Frühjahr 2007 eine mazedonisch-serbische Italienerin in Algier. Nun steht eine rumänisch-kroatische Cenerentola auf dem Programm, die im Juni in Bukarest Premiere feierte.

Die Idee: eine aktuelle, jedoch nicht modernistische Version von Aschenputtel auf die Bühne zu bringen. Die Umsetzung: ein reduziertes Bühnenbild, das viel Platz für die Entfaltung der Charaktere offen lassen soll. Inspiriert haben Vesna Rezic offenbar die siebziger Jahre – der Salon des verarmten Don Magnifico zeichnet sich durch eine psychedelische Tapete und eine sehr bunte Couch aus, zu deren Füßen ein riesiges, etwas mitgenommenes Tierfell liegt, als letztes Relikt längst vergangenen Wohlstandes. Barbara Bourek verpasste den Sängern teilweise zum Schreien komische Kostüme, während Pawlik einen leicht verdaulichen Abend mit viel Schwung, Witz und Esprit inszenierte. Und auch wenn sich mit Slapstick-Elementen die eigentliche Tragik von Aschenputtels Schicksal nur schwer darstellen lässt, so kann die überspitzte Gestik, etwa eines Radu Pintilie als Don Magnifico oder Vicentiu Taranu als Dandini leicht über die eine oder andere gesangliche Schwäche hinwegtrösten. Genial hingegen die zwei giftigen Schwestern Clorinda (Anna Mirescu) und Tisbe (Antonela Barnat), die in bester Spiellaune in grellem Tutu und pinkem Polyestermantel über die Bühne wirbeln, während Koloraturen nur so aus ihren Kehlen hüpfen. Alidoro (Marco di Sapia) überzeugte in der Rolle des Vermittlers nicht nur gesanglich, sondern schaffte es auch ein wenig Ruhe in das streckenweise hysterische Treiben im Hause Magnifico einkehre zu lassen.

Ganz konservativ, ja geradezu romantisch, setzte der Regisseur sein Hauptpaar, Angelina und Don Ramiro in Szene. Auf Knien besingt Mihaela Ispan, statt grauem Kittel nun in schwarzer Robe, ihr Glück, während sie sich von ihrem gesanglich doch geforderten Traumprinzen (Hector Lopez) die Krone aufs Haupt setzten lässt.

Ein Ende ganz wie im Märchen, für Ensemble und Publikum, das den Abend mit stehenden Ovationen belohnte.

Miriam Damev

Die Bühne 07-08/08

______________________________________________________________________

 

Aufbau Ost
Bukarest

Der österreichische Verein „Central & Eastern European Musiktheater“ – kurz: CEE – war 2004 von der Deutsche Bank Stiftung gemeinsam mit der Bundesregierung gegründet worden, um sich der Künstlerförderung im zentral- und osteuropäischen Raum, besonders den neuen EU-Mitgliedsländern Rumänien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Moldawien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Albanien zu widmen. Sänger sollten dort nicht länger gezwungen sein, aufgrund zu geringer Gage ins westliche Ausland abzuwandern. Zu oft müssen sie dann ihre künstlerische Entwicklung vernachlässigen. Inzwischen gab es mehrere übergreifende Koproduktionen, so beispielsweise zwischen Sofia und Skopje (»Zauberflöte«), Belgrad und Skopje (»Italiana«).

Die jüngste vom CEE unterstützte Zusammenarbeit war eine Neuproduktion von Rossinis »Cenerentola« im Juni an der Nationaloper Bukarest, gemeinsam produziert mit der Nationaloper Zagreb: eine fulminante, hier erste szenische Umsetzung der beliebten Opera buffa. Der Wiener Regisseur Peter Pawlik überzeugte rundum mit seiner Regiearbeit, die durch Fantasie und Leichtigkeit geprägt war. Das war beglückender Musiktheaterzauber, an dem die hochkarätigen Sängerdarsteller großen Anteil hatten. Mihaela Ispan (Cenerentola) und Hector Lopez (Don Ramiro), um nur zwei herauszugreifen, interpretierten ihre tragenden Rollen gekonnt souverän und zum größten Vergnügen der Zuschauer. Adrian Morar am Dirigierpult gelangen nicht alle rhythmischen Feinheiten der Partitur perfekt – den südländisch temperamentvollen Musikern schienen manchmal fast die Pferde durchzugehen, doch das tat dem stimmungsvollen Gesamteindruck keinen Abbruch.

(GH)

Das Opernglas, 2008/09

Presseartikel aus „Die Welt“, von Manuel Brug, erschienen am 12.1.2007

 

Auch Rumänien soll an Mozart genesen

Der österreichische Verein Central & Eastern Europe Musiktheater leistet kulturelle Aufbauhilfe - auch bei neuen EU-Mitgliedern. In Bukarest und bald in Temesvar gibt es deshalb eine durchaus konkurrenzfähige Inszenierung von "Hochzeit des Figaro".

Aha, Rokoko-Püppchen vor galantem Watteau-Fest im Goldrahmen. Doch weit gefehlt: Das Mozart-Personal der "Hochzeit des Figaro" sieht zwar klamottenmäßig eher gestrig aus, agiert aber sehr gegenwärtig. Wie hier Frauen mit Männern umspringen, Diener mit Herren, das hat nichts verstaubt Konventionelles. Und weil es hier nicht nur im Untertitel um einen "verrückten Tag" geht, hält immer mehr Anachronistisches Einzug. Das große Gemälde dreht und splittet sich auf, der gärtnerische Irrgarten ist auch ein Garten der Gefühle. Die Gräfin greift zum Antidepressiva-Tiegel, der Huldigungschor hat bereits die europäische Unionsflagge dabei, der Musiklehrer Basilio erscheint im modernen Frack. Aus der Schwärze des Raums ist der Garten in lockend blaue Nacht getaucht, die ein deliziöses Silhouettenspiel erlaubt. Zunächst werden ariose Erklärungs-Ausbrüche ins Publikum gewagt. Geht das Licht wieder an, stehen plötzlich alle im Gegenwartsgewand da, nur der Graf hält als letzter an der alten Kleider-, Gesellschafts- und Opernordnung fest.

Das ist so einfach wie subtil inszeniert, unverkrampft geradlinig und doch mit geistvoller Brechung, ohne jede überschlaue, bemüht radikale, oft nur verquere Aktualisierung. Ein Brief darf hier noch auf geschwungenem Tischchen verfasst werden, nicht auf einem Damenrücken, auf dem Boden, an der Wand, in der Luft oder auf der Schreibmaschine. Die Botschaft ist gleichwohl dieselbe. Click here to find out more!

Und auch Mozarts Musik kommt gänzlich unroutiniert, aber blankpoliert daher: Es wuselt und wispert aus dem etwas zu tief gelegenen Orchestergraben, schmeichelt flott, kichert und schwebt, verzaubert, ist flatterhaft flott, und trotzdem glitzert zart melancholisch die Goldkante. Gesungen wird von jungen Leuten, locker, flink parlierend, in idiomatischem Italienisch, rollendeckend, ohne Ausfälle.

Hier produziert sich freilich kein exklusives Festspielensemble, hier sind keine ausgebufften Exegeten, geschweige den Stars am Werk. Dieser feine, frische Mozart-Abend ereignet sich im östlichen Armenhaus Europas, wo der eiserne Vorhang der kulturellen Ignoranz durch den Westen immer noch ziemlich dicht ist, auch aus Gründen der Finanzen und des Niveaus. Schöner freilich hätte die propere Staatsoper Bukarest den Gedenktag ihres 85. Bestehens, der gleichzeitig der rumänische Nationalfeiertag ist, nicht begehen können. Mit Sängern aus Rumänien, Bulgarien, Moldavien, Albanien, Kroatien, Serbien wird hier in eine mögliche Musikzukunft des Balkans geblickt. Im Februar hat Figaro seinen tollen Tag dann im koproduzierenden Temesvar.

Mit finanzieller, mehr aber noch ideeller und organisatorischer Hilfe aus dem Westen. Dieser Bukarester "Figaro", inszeniert von dem in Hamburg lebenden Rumänen Alexander Radulescu, in historischem Bewusstsein dirigiert von dem in Temesvar als Kapellmeister engagierten Neapolitaner David Crescenzi, ist das dritte Opernprojekt des 2004 gegründeten österreichischen Vereins Central & Eastern European Musiktheater. Der wird von der Wiener Bundesregierung mit 660 000 Euro und von der Deutschen Bank Stiftung mit 900 000 Euro finanziert. Das soll für drei Jahre reichen. Längst aber wird weitergezahlt. Der Erfolg macht es möglich. Zudem zeigt man keine Scheu vor Sponsoren: Weil die Deutsche Bank in Rumänien nicht präsent ist, darf dort American Express eingreifen.

12.500 Dollar wurden so für einen Sommerkurs in Mozart-Stilistik mit Bernd Weikl für 14 Sänger in Heiligenkreuz investiert, 37.000 Dollar in die Bukarester Produktion. Der Maestro hatte rumänische Assistenten, der Regisseur rumänische Spielleiter. So wird nicht nur Geld, sondern auch Wissen transferiert, Praxis vermittelt, ein Netzwerk geknüpft. Denn wie überall auf dem Balkan spielt man am liebsten italienische und russische Opern. Mozart ist ein Exot.

Die alten Verbindungen in die k.u.k.-Kronländer und die lange abgetrennten Anrainerstaaten, besonders deren ruhmreiche Sängertradition, sollen nun in direktem Kontakt belebt und künstlerisch neu gesponnen werden. Prämien werden nicht ausgeschüttet, sondern zielgerecht zugeteilt. Als Sängerstipendien, um junge, begabte Leute im Land und in den Ensembles zu halten. Zu viele verschleudern ihr Talent für schnelle Euros in ausländischen Opernchören. 30 Sänger erhalten bis zu 300 Euro monatlich. Nicht viel, aber genug, um zu bleiben und zunächst vor Ort Karrieren aufzubauen.

CEE Musiktheater fördert die Zusammenarbeit der neun Partneropernhäuser in bisherigen Nicht-EU-Ländern, lässt Talente in Wien oder Salzburg hospitieren, schickt Experten in die Theater und investiert in genau eruierte Sachleistungen. Nur wer zusammenarbeitet, erhält Fördermittel .

Weil Wiens Operndirektor Ioan Holender eine der Galionsfiguren des CEE Musiktheater ist, wurden die Künstlerklos am Opernhaus in dessen Geburtsstadt Temesvar saniert, aber auch Computer, Notenständer, und Instrumente angeschafft. Die Oper in Chisinau (Moldavien) erhielt eine Lichtanlage, Sofia eine Harfe, Tirana Pauken, Belgrad Noten, Skopje Unterstützung bei einer neuen Drehbühne. Man kontrolliert, dass nichts weiterverscherbelt wird. Balkan ist eben immer noch Balkan.

Nach der Aufbauphase werden von CEE Musiktheater nun szenische Koproduktionen vorangetrieben. Nach einer mazedonisch-bulgarischen "Zauberflöte" im Februar 2006 folgte im April ein rumänisch-serbischer "Liebestrank" - in Originalsprache. Und nach dem rumänisch-rumänischen "Figaro" gibt es im Frühjahr 2006 eine albanisch-serbische "Cenerentola". Vielleicht singt der albanische Tenor Samir Pirgu mit, der längst in Salzburg, Berlin und Wien auftritt. Rückkehr zu den Wurzeln, Aufbau von lange Verschüttetem. Mit eigentlich geringen Mitteln, aber sehr effizient. Und schon ist so ein rumänischer "Figaro" konkurrenzfähig, macht Spaß, berührt. Im Opernbereich ist solches zielgerichtet sinnstiftende Wirken leider die Ausnahme.

7. Das Opernglas, Ausgabe Jänner 2007, von Brigitte Kempen

Fokus Osteuropa – Bukarest  

Mozart als Rarität - Pünktlich zum EU-Beitritt: Ein Besuch in der rumänischen Hauptstadt

Das „Paris des Ostens“, wie Bukarest gern in Fremdenführern bezeichnet wird, hinterlässt beim ersten Besuch einen zwiespältigen Eindruck. Es gibt viel historische Bausubstanz: Jugendstilvillen, repräsentative Palasthäuserzeilen im französischen Neo-Barockstil, Architektur aus den 1930er Jahren. Doch die Investitionen in Fortschritt, Hypermodernismus und Business überwiegen sehr viel deutlicher als das Bewahren und Pflegen einer vergangenen Stadt- und Baugeschichte. Während beispielsweise die Nationalbibliothek entkernt und heruntergekommen verwahrlost, werden dieser Bibliothek direkt gegenüber hochstöckige Gebäudekomplexe aus Glaskonstruktionen mit Marmorfassaden errichtet als Sitze von Banken, Versicherungen, Hotels. Überdimensionale Reklameplakate bedecken einen Großteil von den Fronten der Plattenbauten an den Hauptverkehrsachsen und den Einkaufsstraßen. Dazu amerikanisches Fastfood an jeder Ecke, Bekleidungsketten, Sporthäuser. Die 2,2 Mio. zählende Bevölkerung ist stolz auf diese moderne Stadtentwicklung, denn sie wird als neues Selbstbewusstsein mit Blick nach vorn angesehen. Auch mit Ceausescus architektonischem Gigantismus, dem ehemaligen „Haus des Volkes“, haben sich die Bewohner offensichtlich arrangiert: Das rumänische Parlament residiert in diesem zweitgrößten Gebäude der Welt und es beherbergt weiterhin ein Museum und Tagungszentren. In den Parks um den Komplex herum eifern Kinder ihren Fußball-Helden von Dinamo Bukarest nach, treffen sich die zahlreichen Hundebesitzer der Stadt und gehen junge Familien mit Kinderwagen und Großeltern spazieren.
Die historische, durch einen kleinen Park von der Verkehrshektik auf den Straßen etwas abgeschirmte Nationaloper pflegt ein überwiegend italienisch orientiertes Repertoire mit Puccini- und Verdi-Opern und natürlich Bizets „Carmen“. Dieses Angebot passt gut zur ehrwürdigen Innenausstattung des Hauses mit seinem beeindruckenden Treppenfoyer in mint-grüner, weiß-golden verspielter Optik und mit dem opulenten Logen-Zuschauerraum in klassisch rotem Samt und den klirrenden Kristalllüstern. Ein Besuch in der Oper ist hier ein unkompliziertes Vergnügen: Die Eintrittspreise sind niedriger als im Kino, die Abendgarderobe eines relativ jungen Publikums schwankt zwischen locker lässig und dezent elegant, zu spät Kommende werden selbstverständlich noch eingelassen, Getränke und Snacks können während der Vorstellung geholt und mit an den Platz genommen werden. Große deutsche Oper, osteuropäische Komponisten oder gar zeitgenössische Werke sucht man im Spielplan noch vergebens – auch wenn das Partneropernhaus in Timisoara bereits mit einer Aufführungsserie von Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ einen unerwarteten Erfolg verbuchen konnte.
Die Werke von Wolfgang Amadeus Mozart gehören erstaunlicherweise nicht zum gängigen Programm, und so nutzte die Opernhaus-Direktion das ausgehende Mozartjahr zur vorsichtigen Repertoire-Erweiterung und zollte mit der jüngsten Neuproduktion am Nationaltheater Bukarest dem populärsten Geburtstagskind des Jahres 2006 seinen Respekt. Mit der Premiere von „Le nozze di Figaro“ wurde zugleich auch der rumänische Nationalfeiertag begangen und das 85. Jubiläum des Opernhauses gefeiert. Gute Gründe genug also, um einem ausnehmend interessanten „Figaro“-Projekt ein exponiertes Forum zu bieten und einen optimistischen Blick in die kulturelle Zukunft des ab Januar 2007 der EU beitretenden Balkanstaates zu wagen.
Das Central- & Eastern European (CEE) Musiktheater hat sich in der jüngsten Vergangenheit bereits vielen grenzüberschreitenden Operninitiativen angenommen (s. „Zauberflöte“ in Skopje, OG 4/06). Ihr Bemühen um kulturellen Dialog und Wissensaustausch zwischen einst – oder noch immer – verfeindeten Ländern ist beispielhaft. Dass jedoch auch die Förderung von Nachwuchssängern aus insgesamt neun europäischen Ländern in Form eines zweijährigen Stipendiums erstaunliche Früchte trägt, zeigte sich in den beeindruckenden Leistungen des Bukarester „Figaro“-Ensembles, das bis auf zwei Ausnahmen nur aus Stipendiaten des CEE-Musiktheaters bestand.
Bereits im Juli 2006 hatte die musikalische Einstudierung von Mozarts erster Da-Ponte-Oper in Form einer Meisterklasse mit David Creszenzi und KS Bernd Weikl im österreichischen Stift Heiligenkreiz begonnen. Diese Sommerakademie formte aus den jungen Sängern ein homogenes Gesamtensemble in zweifacher Besetzungsmöglichkeit und förderte Mut zu Individualität, souveräne Freude am italienischen Mozart-Stil und klugen Einsatz der eigenen stimmlichen Fähigkeiten. Die Effektivität dieser Künstlerbetreuung kam explizit bei IonutPascu, dem Figaro der Bukarester Premierenaufführung, zutage. Aus dem interessant timbrierten, aber noch ungeschliffenen Papageno der „Zauberflöten“-Koproduktion von Skopje und Sofia ist ein differenzierender, effektvoll spielender und selbstbewusst intonierender Titelheld geworden. Den Werdegang des jungen Baritons zu beobachten, der seit 2005 am Nationaltheater von Bukarest engagiert ist, macht große Freude.
Seine Susanna wurde von Laura Tatulescu, einer Gast-Sopranistin aus Wien, interpretiert, die der Kammerzofe durch ihr reizendes Timbre lebendige Natürlichkeit und innige Ernsthaftigkeit schenkte. Mit klaren, markanten, schlanken Stimmen bestritten Florin Simionca und Simonida Lutescu die Partien von Graf und Gräfin, beide ebenfalls am Bukarester Haus engagiert. Samtig und breit strömend gelang der Albanerin VikenaKamenica ein fulminantes Cherubino-Debüt. Mit ebenso schönen Mezzofarben gesegnet erfüllte Andreana Nikolova aus Bulgarien die Partie der Marcellina mit Komik und mütterlicher Wärme. Mit beweglicher Eleganz gab der moldawische Bariton Iurie Maimescu den Bartolo, Vasile Chisiu vom Hausensemble einen wie üblich herrlich polternden Antonio und die albanische Sopranistin Eriona Gjyzeli eine überraschend melancholische Barbarina.
Bleibt noch der Basilio von Gergely Nemeti zu nennen als ein beglückendes Ass im Ärmel des Produktionsteams. Der lyrische Tenor aus dem rumänischen Timisoara hatte jüngst im „Liebestrank“ erfolgreich debütiert und nutzte nun seine gewonnenen Erfahrungen aus dem Donizetti-Genre, um den Gesangslehrer mit entwaffnender Leichtigkeit und durchmischt mit dezenten „Italo“-Schluchzern auszustatten. Insgesamt überzeugte ein typgerechtes, persönlichkeitsstarkes Sängerensemble, das die Chancen der ungestrichenen Arienanzahl wahrnahm und nur in den rasanten, vertrackten Ensemblesätzen des 2. Aktes noch an seine Grenzen in Bezug auf Souveränität und rhythmische Sicherheit stieß.
Dirigent David Creszenzi ist bekennender Verdi-Fan. Diese Leidenschaft ließ er auch in seine „Figaro“-Interpretation einfließen und so gab es einen luftig schnellen Mozartklang mit zuweilen poetischer Italianita zu hören. Interessanterweise kamen trotz aller Leichtigkeit auch die Brüche und Traurigkeit in Mozarts Komposition zum Tragen und ließen innehalten, aufhorchen, genauer hinhören. Explizit diese melancholischen Momente in der Musik prägten neben weiteren Komponenten auch die Regiearbeit von Alexander Radulescu, in Rumänien geboren, in Deutschland aufgewachsen und in der Bühnen- und Fernsehregie tätig. Keine provokante Aktualisierung wollte er schaffen, ließ er im Vorfeld vernehmen, sondern eine Parallele vom Rokoko zum Heute, eine Opera buffa, die zwar Komödie ist, doch ihren Helden auch viel Leid beschert. Diesen Anspruch an Mozarts Werk löste er mit einem frappierend logischen Konzept, starken Bildarrangements und großen Überraschungsmomenten.
Ein überdimensional großer, goldener Bilderrahmen mit einem bunten Barockgemälde einer Landpartie mit Liebespaaren ziert die fast requisitenlose Bühne. Das Gemälde hat Türen, die Spiegel auf der Rückseite aufblitzen lassen. Große Flächen des Bildes können gedreht werden, schaffen verwinkelte Gänge und versteckte Nischen. Die barocken Kostüme erhalten zunehmende modische Veränderungen bis zur dunkelblau-schwarzen „Scherenschnitt“-Szene im Pinienhain des vierten Aktes, in der wirklich keiner mehr den anderen erkennen kann, Ohrfeigen fliegen und die falschen Paare verfolgt werden. Totale Verwirrung – bis die Gräfin auftaucht, das Licht angeht, die Spiegel vollständig zum Publikum gedreht sind und alle in der Kleidung unserer Zeit, ihren Rollen entsprechend, verblüfft auf der Bühne stehen. Alle haben an diesem „tollen Tag“ eine zukunftsorientierte Entwicklung vollzogen, alle außer Basilio im Pavarotti-Frack als Repräsentant der ewig gültigen Kunst und außer dem immer noch barock gewandeten Grafen, der seine absolutistischen Rechte partout nicht abstreifen kann. Überzeugender als durch diese unterschwellig vollzogene Zeitreise kann der „museale Mozart“ wohl kaum in unserer Gegenwart ankommen.

Anfang 2007 ist diese Inszenierung, die als zusätzlichen Sponsor die American Express Stiftung gewinnen konnte, in der Nationaloper von Timisoara zu sehen.

nach oben

Erfolgreiche Kooperation: „Le Nozze di Figaro“ in Bukarest

Bericht von Alexander Radulescu, Alumnus der Akademie Musiktheater heute

Eine aus Sicht der Deutsche Bank Stiftung besonders interessante Kooperation ergab sich bei der Produktion von „Le Nozze di Figaro“, die im Dezember 2006 in Bukarest Premiere hatte. Regie führte dort Alexander Radulescu, ehemaliger Stipendiat der Akademie Musiktheater heute, des Förderprogramms der Deutsche Bank Stiftung für den Musiktheater-Nachwuchs. Er berichtet von seinen Erfahrungen während der Inszenierungsarbeit:

„Für uns alle, die Gesangs-Stipendiaten von CEE Musiktheater und für mich, war diese Produktion eine einmalige Erfahrung. Schon die Vorbereitung machte deutlich, dass hier auf sehr hohem Niveau versucht wird, jungen Künstlern die Möglichkeit zu geben, mit erfahrenen Profis gemeinsam eines der gängigsten Opernwerke auf spannende Weise neu zu entdecken. Im Juli 2006 trafen wir uns für zwei Wochen in der Nähe von Wien, dort arbeiteten die jungen Sänger aus sechs Nationen zusammen mit dem Dirigenten David Crescenzi und dem Kammersänger Bernd Weikl an den Partien. Ende Oktober trafen wir uns alle in Bukarest wieder, um nun konkret die Szenen zu proben.

Ungewöhnlich war natürlich auch die Art und Weise, wie die Proben verliefen. Schließlich kamen die Sänger aus den unterschiedlichsten osteuropäischen Ländern: aus Albanien, Bulgarien, Kroatien, Moldawien, Rumänien und Serbien. Trotz aller babylonischer Sprachverwirrung lief die Verständigung sehr unproblematisch. Neben Englisch wurde Rumänisch (das ich eigens für diese Produktion gelernt habe), Italienisch und auch ein wenig Deutsch gesprochen, und dies nicht selten gleichzeitig!

Doch die Sprachhürden waren das geringste Problem bei diesem Ausnahmeprojekt: Angefangen bei den Visa, die einzelne Sänger benötigten, die dann nicht rechtzeitig fertig wurden, so dass die Sänger nicht pünktlich anreisen konnten, bis hin zu Ausfällen von Sängern wegen Krankheit bzw. eines Unfalls auf der Bühne, gab es doch so manches organisatorische Problem, mit dem wir zu kämpfen hatten. Ich denke, das lag an der grundsätzlich anderen Arbeitsweise in osteuropäischen Opernhäusern und in Rumänien vielleicht im Besonderen. Schließlich ist die Opern-Tradition in diesen Ländern noch sehr dem bei uns mittlerweile verpönten Ausstattungs- und Steh-Theater verpflichtet.

„Figaro“ in Bukarest: Simonida Lutescu (Gräfin Almaviva)
„Figaro“ in Bukarest: Simonida Lutescu (Gräfin Almaviva)
© Photo: Nationaloper Bukarest

Die Zuschauer aber möchten gerne etwas Neues, etwas Anderes sehen und hören, als zum tausendsten Mal Aida als Schaufensterpuppe im goldenen Morgenmantel. Dies war zu spüren, als wir mit unserer Arbeit in Bukarest anfingen. Schon nach einer Woche kursierten Gerüchte im Opernhaus – von einer angeblichen Skandalinszenierung und von unmöglichen Anforderungen an die Sänger. Doch wer dann bei den Proben dabei war oder sich die Inszenierung am Ende angesehen hat, konnte feststellen, dass es uns gar nicht um Provokation und Skandal ging, sondern dass wir alle versucht haben, das Stück und die einzelnen Figuren ernst zu nehmen und all ihre Sehnsüchte und Wünsche in Bilder umzusetzen.“

Eriona Gjyzeli (Barbarina) und Chor © Photo: Nationaloper Bukarest
Eriona Gjyzeli (Barbarina) und Chor
© Photo: Nationaloper Bukarest


Opernglas, Ausgabe 4/06, Autor: B. Kempen

Einsatz im zentralen Balkan

Die Organisation CEE Musiktheater leistet Aufbauarbeit in Osteuropa – außerhalb der EU.

Der unerschütterliche Glauber daran, dass Musik Aufbau- und Friedensarbeit leisten kann – es gibt ihn noch. Und das nicht in einer rosarot utopisch weltfremden Form, sondern effektiv, Ziel gerichtet und realistisch visionär. Was Daniel Barenboim mit seiner Orchesterarbeit im Nahen Osten zu erreichen versucht, nämlich gedankliche Barrieren aufzubrechen, bewegt in ähnlicher Weise auch das 2002 gegründete Central & Eastern European Musiktheater. Diese von der Deutschen Bank Stiftung, der Republik Österreich und der der Wiener Staatsoper gegründete Organisation unterstützt in ihrer Arbeit die Länder in Osteuropa, die nicht der Europäischen Union angehören und insofern auf keine externe Kulturförderung zurückgreifen können. Von Kroatien bis Moldawien, von Rumänien bis Albanien initiiert das CEE- Musiktheater praxisorientierte Talentförderung mittels Stipendien, eine Stärkung der hauseigenen Ensemble durch die Mobilisierung interner Kräfte und vor allem eine konstruktive Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen über die Grenzen ehemals verfeindeter Länder und politischer Systeme hinweg.

Die Richtlinien für diese Förderungen sind eindeutig und logisch ausgerichtet: Unterstützung in Finanzen, Sachzuschüssen und Management erfahren nur die Opernhäuser, die sich zu Koproduktionen zusammenschließen. Die Ausbildung junger Talente geht mit einer Verpflichtung der Stipendiaten einher, zwei Jahre am heimatlichen Opernhaus als Ensemblemitglied aktiv zu bleiben, um stimmlich zu reifen, das neu erworbene „Know-how“ weiterzugeben und ein höheres Niveau für die Intendanz planbar garantieren zu können.

Nach unermüdlicher Basisarbeit des Managements von Dr. Johann Maurer und Mag. Annelie Fritze fiel nun in Skopje der Startschuss für die erste von CEE- Musiktheater betreute Gemeinschaftsproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ als symbolische Hommage für Frieden und Toleranz, Aufbruch und Zukunft. Beteiligte Opernhäuser waren die nationale Institution Mazedonische Oper und Ballett in Skopje und die Nationale Oper und das Ballett Sofia, Bulgarien.

Die Grenze zum Kosovo liegt nur 15 Kilometer weiter nördlich, 40 Kilometer westlich beginnt Serbien: Skopje, die Hauptstadt der Republik Mazedonien des ehemaligen Jugoslawiens, ist zentraler Balkan, insofern ein Treffpunkt der verschiedensten Kulturen, Religionen und Mentalitäten und muss viel leisten auf dem Weg zur eigenen Identität und zu einem sicheren Selbstbewusstsein. Ein riesiges, nachts beleuchtetes Kreuz auf hoher Bergkante prägt den ersten Eindruck im Talkessel am Fluss Vardar liegenden und 600.000 Einwohner zählenden Geburtstadt Mutter Teresa. Eine beeindruckende Steinbrücke aus der türkischen Beatzungszeit, die Kamen Most, verbindet eine alte Festung, die Mustafa Pascha Moschee und das Bazar-Viertel einer moslemisch geprägten Altstadt mit einem Betonneubaugebiet in Plattenbauweise auf der gegenüberliegenden Flussseite. Dieser neuzeitliche Stadtteil fiel 1963 einem großen Erdbeben zum Opfer. Am rudimentären Bahnhofsgebäude zeugt die zum Zeitpunkt des Bebens stehen gebliebene Uhr noch heute von dem zerstörerischen Ereignis.

Das Leben in Skopje ist nicht einfach, sitzt doch die Erinnerung an den knapp vermiedenen Bürgerkrieg mit den albanischen Volksgruppen noch in vielen Köpfen. Vor allem bei Dunkelheit und jenseits der großen Plätze sollte man nicht alleine unterwegs sein. Doch die Studenten und auffallend viele junge Familien in den Straßencafés, die beim ersten Sonnenstrahl aus dem Boden schießen, zeugen von Lebensmut und Überlebenswillen.

Im Vergleich zur Präsenz der historischen und der religiösen Kultur wird der Musiktheaterbereich noch recht stiefmütterlich behandelt. Von einem ursprünglich als Dreier-Gebäudekomplex konzipierten Kunstareal konnte nur der bau des modern bizarren Opernhauses nach dem Erdbeben realisiert werden. Für ein maximal 800 Personen zählendes Publikum wird mit einem eigenen Ensemble in der Ballettsparte sowohl Klassik als auch modernes Tanztheater aufgeführt. Das Opernmanagement unter Slavica Galik-Petrovska konzentriert sich ausschließlich auf Repertoire-Klassiker von „Carmen“ bis „Don Giovanni“ und auf die Werke der großen Italiener. Deutschsprachiges Repertoire von Richard Strauss, Richard Wagner oder sogar zeitgenössische Oper haben hier derzeit noch keine Lobby und sind wohl im Moment auch nicht finanzierbar.

Durch das Engagement CEE- Musiktheaters ist das Opernhaus offensichtlich zum ersten Mal seit langer Zeit mit einem überregionalen, internationalen Parkett konfrontiert worden. Insofern hat das Generalmanagement vor allem Aufarbeitung in den Köpfen der Theatermitarbeiter zu leisten. So entwickelte sich die vielseitige Handhabung des bei der „Zauberflöte“ Beleuchtungssystems zur großen Workshop-Initiative für die Techniker des Theaters.

Die Regisseurin Angela Zabrsa hatte gut daran getan, diplomatisch mit Mozarts letztem Bühnenwerk umzugehen und politische und religiöse Konkretisierungen zu vermeiden. Stattdessen prägt der Märchencharakter des Stücks die Inszenierung, die in drei Bühnenebenen ganz nah miteinander verbundene Erfahrungswelten zeigt, in denen sich jedes Individuum auf die Suche nach seinem ganz persönlichem Lebensweg begibt, ohne sich dabei abzukoppeln und vom anderen zu distanzieren. In den Licht- und Schattenspielen eines herrlichen Waldes agieren klar und handfeste Papageno und Papagena, die anvisierte Großfamilie fest im Blick. Tamino und Pamina hingegen werden konfrontiert mit symbolhaften Runen, kräftigen Farben und geometrischen Formen, hinter denen sie vor allem sich selbst und das Wesen des Partners erkennen lernen. Die Königin der Nach und Sarastro befinden sich bereits auf der nächsten Alters- und Erfahrungsstufe: In der Verantwortung der ihnen Anvertrauten kommt es im Bühnenhintergrund zur mal stummen, mal melodiösen Gegenüberstellung von nächtlich fantasievoller Magie und liberal erhelltem Wissen. Naturalistische Videosequenzen, Licht- und Schattenspiele symbolisieren Kampf, Diskussion und Argumentation von Pro und Contra, von Nacht und Tag und enden versöhnlich in der gegenseitigen Akzeptanz des Zusammenspiels aller in dieser „Zauberflöte“ erlebten Handlungsebenen und Gegensätze.

Angela Zabrsa bewies solide und sensible Theater – Erfahrung sowohl in der Motivation der Bühnentechnik im Bühnenbild von Anna Katharina Strobl und Wolfgang v. Zoubek als auch in der Personenführung eines Sängerensembles, in dem es galt, aus blutjungen Anfängertalenten und bereits professionell geschulten Kräften eine Einheit zu formen. Die aufwertende, charakterliche Differenzierung von Königin der Nacht und Sarastro war insofern dem musikalisch hohen Standard der Interpreten angepasst. Ana Durlovski, Stipendiatin der Stiftung, absolvierte eine fehlerfreie, brillierend perlende und zudem angenehm warm strömende Interpretation der beiden Königinnen-Arien und verbuchte zu Recht die größte, jubelnde Brav-Anerkennung des Auditoriums. Ihr Bühnen und Lebenspartner Igor Durlovski hielt als Sarastro wacker dagegen und überzeugte besonders durch sein bewegliches, sattes Bassfundament. Dem Papageno folgen wie immer die Herzen zu, auch wenn Jonuc Pasku wie auch alle anderen Sänger seine Liebe Not mit der sperrigen deutschen Aussprache in den Dialogen hatte. Doch sein weit schwingendes Baritonmaterial mit leichten Ecken und Kanten strömte frisch und sympathisch und machte neugierig auf weitere Partien.

Die Pamina von Aleksandra Lazarovska klang noch etwas kurzatmig, gefiel aber mit selbstbewusster, mädchenhafter Stimmführung. Stefan Ilcev schlug sich mutig mit sehr zartem, engem lyrischen Tenor durch die hohen Anforderungen der Tamino-Partie und die entsprach optisch tatsächlich dem Bild des erwachsen werdenden Jünglings. Bedächtig und etwas zäh abwartend zelebrierte Borjan Canev am Pult den Ouvertürenbeginn, doch schon bald ließ er den atmenden Melodien Mozarts freien Lauf und erreichte mit dem konzentriert aufspielenden Orchester ein homogenes und luftiges Gesamtklangbild.

Das „Zauberflöte“ – entwöhnte und eher auf Verdi und Puccini eingestellte Publikum feierte mit Zustimmung und Anerkennung die gelungene Premiere und machte dem CEE- Musiktheater Mut für weiteres Engagement in seinem Einsatz für Kultur und Musik als einer überall verständlichen, Gegensätze überwindenden Weltsprache. An den nächsten Projekten 2006 ist jedes Mal die Rumänische Oper Temesvar beteiligt: einmal in einer Aufführungsserie von Verdis „Simon Boccanegra“ mit dem Nationaltheater Belgrad, ein weiteres Mal in einer Produktion von Donizettis „L’elisier d’amore“ in Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Sarajewo.

 
   

Maecenas 2005

Tv.ORF.at
Tipp Spezial
So, 27.11.2005
10:30 Magazin

 

Die Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Kunst, Kunstsponsoring-Gala im Hotel Imperial.

Die Götterstatuen im Hellbrunner Schlosspark hätten letzten Winter gefroren: die Firma Wolford und der Salzburger Künstler Christian Ecker sorgten für „Kleider“. Die neuen Räume der Wiener Filmakademie stünden leer: Die Firma Kodak finanzierte die technische Ausstattung. Das rumänische Opernhaus im Temesvar wäre still und leer: die Deutsche Bank sponserte den Sängernachwuchs.

Das unabhängige Wirtschaftskomitee „Initiativen für Wirtschaft und Kunst“ prämiert seit 16 Jahren gemeinsam mit dem ORF besonders vorbildliches und zukunftsweisendes Kunstsponsoring. Die Preisträger aus der Wirtschaft wurden am 24. November in einer Gala im Wiener Hotel Imperial geehrt. Barbara Rett fragt die Unternehmer nach ihren Beweggründen. In einem „tipp spezial“ stellt Eva Klimek die ausgezeichneten Kunstprojekte vor.

  1. Kategorie: Einsteiger

  2. Kategorie: Projekt / Klein – und Mittelbetriebe

  3. Kategorie: Konzept

  4. Sonderpreis: Kunst und Medien

In der 3. Kategorie „Konzept“, bekam den Hauptpreis die Deutsche Bank, Filiale Wien. Sie unterstützt mit dem Projekt „Central & Eastern European Musiktheater“ neun Opernhäuser in Osteuropa.

Dr. Maurer, Mag. Fritze
Dr. Amanshauser

Dr. Amanshauser bei der Preisverleihung

Dr. Rett, Dr. Amanshauser

 

nach oben

 

Bühne
Oktober 2005

Der neue Eiserne:
Frühstück mit Ohr

Wiener Staatsoper: Der Magna-Konzern sponsert den „Eisernen“ und den neuen „Ring“,
die Deutsche Bank das Opernprojekt CEE.

„Ich danke von Herzen, dass bildende Kunst in diese so wesentliche Musikinstitution Einzug halten darf“, wandte sich Maria Lassnig anlässlich der Präsentation des neuen eisernen Vorhangs an Staatsoperdirektor Ioan Holender. Gemeinsam mit dem museum in progress glückte Holender diesbezüglich heuer ein besondere Coup: Als Vorlage für den neuen „Eisernen“ stellte die Grande Dame der österreichischen Malerei ihr originelles Werk Frühstück mit Ohr zu Verfügung.
Magnas Finanzspritze. Gesponsert wird der Vorhang von Frank Stronachs Magna-Konzern. Da das Budget der Bundestheater stagniert, wären Projekte wie dieses ohne private Finanzspritze kaum möglich. Magna-Kommunikationschef Andreas Rudas erläutert den Einsatz seines Unternehmens, das auch den neuen Staatsopern-Ring für 2007/8/9 sponsert: „Die Wiener Staatsoper ist für Frank Stronach das wichtigste und innovativste Opernhaus der Welt. Hier unterstützend dabeizusein empfindet er einfach als Ehre.“
Seine guten Kontakte zur Wirtschaft nutzte Holender auch für andere Kooperationen: „Herr Holender war der wesentliche Matador bei dem Projekt, er ist einer der Väter dieser Idee“, beschreibt Michael Münch, Vorstand der Deutschen Bank Stiftung, den Einsatz und das Know-how, das der Wiener Staatsoperndirektor hinsichtlich des Projekts CEE- Central & Eastern European Musiktheater einbrachte. Im Rahmen dieser Kulturförderung hat die Deutsche Bank, Vienna Brach, in Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper eine Initiative ins Leben gerufen, die Opernhäuser im zentral- und osteuropäischen Raum unterstützt.
Idealismus. „Es geht uns um die Zukunft des Musiktheaters, um die Opernhäuser und deren Nachwuchs“, erläutert Münch die Tätigkeit des Vereins. „CEE soll die Infrastruktur der Häuser stützen und die Sänger fördern, die immer verführt sind, aus ihren Heimatländern wegzugehen, weil anderswo höhere Gagen locken. Da wollen wir durch Stipendien dafür Sorge tragen, dass sie vor Ort bleiben und helfen, das Musiktheater in diesen Regionen zu stützen. Es geht darum, sinnvolle Kooperationen und den Austausch unter den Theatern zu fördern und Know-how und Idealismus einzusetzen, um das Musiktheater in Osteuropa ein Stück weiterzubringen“.
Zu den Opernhäusern, die am Förderprogramm teilnehmen, zählen das Nationaltheater für Oper und Ballett Tirana, die National Oper Sofia, das Nationaltheater Sarajewo, das Kroatische Nationaltheater, die Mazedonische Oper Skopje, das Theater für Oper und Ballett Chisinau, die Rumänische Nationaloper Bukarest, das Opernhaus Temesvar sowie das Nationaltheater Belgrad.
Mäzenatisches Tun. „Die Länder Osteuropas stehen jetzt nicht unmittelbar im Mittelpunkt unseres Geschäftsinteresses. Uns geht es auch nicht um die üblichen Gegenleistungen wie Karten für Kunden“, schildert Michael Münch den finanziellen Einsatz der Deutschen Bank. „Das kulturelle Engagement hat in unserem Haus einfach schon eine lange Tradition und kommt eher mäzenatischem Tun als herkömmlichem Sponsoring gleich. Wir haben uns verpflichtet, das Projekt für die nächsten drei Jahre mit einem mittlerem sechsstelligen Euro-Betrag pro Jahr zu fördern und geben dazu Spenden an den Verein CEE, der diese wiederum an die einzelnen Häuser verteilt“, führt Münch das vereinbarte Konzept weiter aus.
„Es geht“, so Münch abschließend, „uns einfach darum, die Kunstform Musiktheater am Leben zu halten und weiterzubringen. Aber natürlich wollen wir durch entsprechenden Kommunikation auch einen Reputationsgewinn erzielen, nach dem einfachen Motto ‚Gutes tun und andere darüber reden lassen'.“

Michaela Knapp

nach oben

Die Presse, 06.12.2005

Trompeten für Osteuropa

„ Wir wollen nicht belehren“, Sagte Ioan Holender, Direktor der Wiener Staatsoper sowie Initiator des Projektes „Central & Eastern European Musiktheater“, bei der Präsentation der Förder-Aktivitäten des zweiten Jahres. Deshalb schicke man keine Regisseure oder Sänger an die betreffenden Häuser: „Die können das ganze gut allein und sollen selbst künstlerisch tätig sein.“ Drei Jahre lang werden die Opernhäuser von Temeswar in Rumänien und Chisinau in Moldawien, die Nationaltheater von Zargreb, Skopje und Tirana, die Nationalopern von Sofia, Bukarest, Belgrad und Sarajevo unterstützt. Von der Kultur- Stiftung der Deutschen Bank kommen 9000.000 Euro. Österreich stellt 660.000 Euro zur Verfügung. „Die Auseinandersetzung mit dem Kulturraum, in dem wir leben und uns bewegen, war mir immer ein grundsätzliches Anliegen“, sagte Staatssekretät Franz Morak. Im Jahr 2005 erhielt 30 Sänger ein Stipendium (mtl. bis 300 Euro). Sach-Unterstützungen umfassen u. a. Hörner, Pauke, Trompeten, Noten und Laptops.

Die Presse, 23.10.2004

Kunstförderung

EINE GESTE FÜR DEN OSTEN

Mitteleuropas Musiktheater wird belebt – mit Hilfe von Bund und Deutsche Bank.

Sein Lieblingsinstrument, ein Horn, überreichte Staatssekretär Franz Morak am Freitag einer Vertreterin des Opernhauses Skopje. Gemeinsam mit Managern der Deutschen Bank präsentierte Morak eine neue Initiative zur Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Mitteleuropa (CEE Musiktheater). Aufgabe des Vereins, der von der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank (mit 900.000 Euro) und der Republik Österreich (mit 660.00 Euro) für vorerst drei Jahre finanziert wird, ist die Förderung der Kunstform Oper in Osteuropa. Initiator des Projekts ist Staatsoperndirektor Ioan Holender. Dem Opernhaus seines Geburtsortes Temesvar kommt daher auch eines der ersten Programme zugute: Die Sanitäranlagen für den Künstler-Bereich werden saniert. Mit unterschiedlichen Mitteln werden die Opernhäuser in Belgrad, Bukarest, Moldawien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Sofia, Temesvar, Tirana und Zagreb unterstützt. Johann Maurer, Geschäftsführer von CEE: „Schwerpunkt ist die Förderung junger Sänger vor Ort. 18 Sängerstipendien haben wir bereits vergeben. Aber wir finanzieren auch Infrastrukturinvestitionen.“ tom

Kurier, 23.10.2004

FÖRDERUNG FÜR OPERNHÄUSER

Geld für Kunst in Zentral- und Osteuropa

Staatsoperndirektor Ioan Holender war der Initiator und ist einer der Partner. Durch den neu gegründeten Verein „Central & Eastern European Musiktheater“ (CEE) werden in Zukunft Opernhäuser aus Nicht-EU-Ländern stärker gefördert. Die Republik Österreich stellt in den nächsten drei Jahren 660.000 € zur Verfügung; die Kulturstiftung der Deutschen Bank ist mit je 300.000 € über die nächsten drei Jahre dabei. Ziel der CEE ist es, junge Sänger aus Nicht-EU-Staaten in ihrer Heimat zu fördern, die technische Infrastruktur aufzubauen und junge Künstler an den Opern in Temesvar, Sofia, Belgrad, Tirana oder Zagreb arbeiten zu lassen. Koproduktionen sind geplant.

Salzburger Nachrichten, 06.12.2005

Hilfe für bedrohte Kulturstandorte

Initiative „Central & Eastern European Musiktheater“ im zweiten Jahr

Wien (SN-mo). Belgrad, Bukarest, Chisinau, Sarajewo, Skopje, Sofia, Timisoara, Tirana, Zagreb: An alle diesen Orten ist die Initiative „Central & Eastern European (CEE) Musiktheater“ tätig, die vor zwei Jahren vom österreichischen Bundeskanzleramt, der Wiener Staatsoper und der Deutschen Bank Stifung gegründet wurde. In diesen Städten gibt es Opernhäuser und das Ziel von CEE Musiktheater ist es, dass das auch weiterhin so bleibt. Am Montag berichten in Wien Kunststaatssekretär Morak, Staatsoperndirektor Holender und der Geschäftsführer von CEE Musiktheater, Johan Maurer vom Erfolg der ersten zwei Jahre.

CEE MUsitheater unterstützt die von Geldnot bedrohten Kulturstandorte durch die Vergabe von Stupendien und Zuschüssen, die die Künstler am Ort halten sollen und die Opernhäuser beim Kauf von Ausstattungen wie Instrumenten und Beleuchtungstechnik unterstützen.

Derzeit habe CEE Musiktheater 30 „Stipendiaten“, die monatlich zwischen125 und 300 Euro erhalten, berichtete Maurer – junge Sängerinnen und Sänger, denen es damit ermöglicht wird in ihrer Heimat zu bleiben. CEE Musiktheater fördert auch die Kooperation von Opernhäusern in der Region; so kommen dadurch 2006 gemeinsame Produktionen der Opernhäuser in Timisoara und Sarajewo sowie Sofia und Skopje zu Stande.

Für das auf drei Jahre angelegte Projekt kommen 660.000 Euro von der Republik Österreich und 900.000 Euro von der Kulturstiftung der Deutschen Bank.

Salzburger Nachrichten, 23.10.2004

HILFE FÜR DIE OPER

1,6 Mio. € für Opern in Zentral- und Osteuropa

WIEN (SN, APA). Die Oper in den ehemals kommunistischen Ländern zu unterstützen, das hat sich Staatsopernchef Ioan Holender zum Ziel gesetzt. Im Herbst 2002 wurde das Projekt erstmals präsentiert, nun gibt es erste Erfolge. Aus der ursprünglich angekündigten Stiftung ist ein Verein geworden. „Es gibt Stipendienzusagen an derzeit 18 junge Sänger“, sagte der Geschäftsführer des Vereins „Central & Eastern European Musiktheater“, Johann Maurer, bei der Pressekonferenz am Freitag in Wien.

Als erstes will man junge talentierte Sänger an ihren heimischen Opernhäusern halten. Weitere Förderungsaufgaben sind etwa die finanzielle Unterstützung baulicher Maßnahmen oder Anschaffung von Instrumenten. Österreich stellt dafür 660.000 Euro, verteilt auf drei Jahre zur Verfügung, von der Kulturstiftung der Deutschen Bank kommen 900.000 Euro. Gefördert werden Opernhäuser in Temesvar (Rumänien), Chisinau (Moldawien), Zagreb, Skopje, Tirana, Sofia, Bukarest, Belgrad und Sarajevo.

Wiener Zeitung, 20.2.2006

Osteuropa: Doppelte "Zauberflöte" nach einem halben Jahrhundert

Von Christian Wehrschütz

AufzählungMozarts "Die Zauberflöte" in Skopje und Sofia.
AufzählungProjekt wurde mit heimischer Hilfe verwirklicht.

Skopje. In der mazedonischen Hauptstadt Skopje hat am vergangenen Freitag die Premiere der Mozart-Oper "Die Zauberflöte" stattgefunden. Es war das erste Mal seit 54 Jahren, dass das Werk hier wieder aufgeführt wurde.

Gleichzeitig wurde damit die erste große Kooperation von Opernhäusern in Mittel- und Osteuropa eingeleitet. Denn bei der Produktion wurde und wird mit der Oper in Sofia zusammengearbeitet, wo "Die Zauberflöte" im kommenden Mai zu sehen sein wird.

Bestandteil dieser Kooperation ist der regionale Sängeraustausch: Die Rolle des Papageno singt der 28-jährige Rumäne Jonuc Pasku, der in Bukarest engagiert ist. Tamino wird von einem Bulgaren verkörpert, alle anderen Sänger stammen aus Mazedonien.

So werden die Königin der Nacht und Sarastro von Ana und Igor Durlovski gesungen. Das Ehepaar lebt seit fünf Jahren in Wien und wird vom Verein für die Musiktheater in Mittel- und Osteuropa unterstützt, der seit Herbst 2004 besteht. Finanziert wird der Verein von der Stiftung Deutsche Bank und der Republik Österreich. Ziel des Verbandes ist es, Sängerinnen und Sänger von Tirana bis Temesvar sowie Opernhäuser zu unterstützen und die regionale Kooperation zu fördern.

Viele Hindernisse

Zur Hilfe zählt auch der Ankauf von Instrumenten bis hin zu Bühnenausstattung. Mit Projektoren, Scheinwerfern und Computersoftware wurde Skopje unter die Arme gegriffen, um eine einigermaßen anspruchsvolle "Zauberflöte" auf die Beine zu stellen. Für Regie und Bühnenbild sind die Österreicher Angela Zabrsa und Wolfgang Zoubek verantwortlich. Sie hatten beträchtliche technische und bürokratische Hindernisse zu überwinden. Licht und Bühnenausstattung sind museal, funktionierten teilweise nicht, und es dauerte allein 14 Tage, bis Strom vorhanden war, um mitgebrachte Scheinwerfer und neue Leitungen zu testen.

Lohnender Aufwand

Doch der Aufwand hat sich sichtbar gelohnt: Die Bild-Projektionen, die Mozarts Hohelied auf Weisheit und Schönheit begleiten, sind gut gelungen. Der Transfer von Technik und Wissen stärkt in Skopje ein Opernhaus, in dem Mitarbeiter 150 Euro im Monat verdienen. Sängern soll daher durch derartige Produktionen eine Perspektive in ihrer Heimat geboten werden, um weitere Abwanderungen wenigstens zu bremsen. Hinzu kommt Mozarts Botschaft der Toleranz, die in Mazedonien hoffentlich auf fruchtbaren Boden fällt, stand das Land doch vor fünf Jahren an der Schwelle zum Bürgerkrieg mit der albanischen Volksgruppe. In diesem Sinne zeigt auch "Die Zauberflöte", welche großen politischen Fortschritte Mazedonien in diesem Zeitraum auf dem Weg zu einem stabilen Land gemacht hat.

Die Zauberflöte (W. A. Mozart, 1791)

Mazedonisches Nationaltheater Skopje (Koproduktion mit Opernhaus Sofia)

Angela Zabrsa (Regie) Boris Spassov (Dirigat)

Premiere in Sofia am 20. Mai 2006

Wiener Zeitung, 06.12.2005

Opernentwicklungshilfe für Osteuropa mit österreichischem Know-How

  • Prophetische Projekte für Morak

  • Förderung von Sängern, Technik und Koproduktionen

Wien. (ju) Ein „prophetisches Projekt“ nennt Kunststaatssekretär Franz Morak die Aktivitäten des Vereins „Central & Eastern European Musiktheater“. Die Initiative von Bundeskanzleramt, Wienerstaatsoper und Deutsche Bank Stiftung unterstützt Opernhäuser im osteuropäischen Raum. Im zwieten Jahr seiner Förderaktivitäten präsentierte der Verein am Montag seine Projekte.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Sängerförderung und Sachunterstützung der neuen Opernhäuser von Belgrad bis Temesvar. „Dort gibt gibt es jetzt alles, Marktwirschaft, nur Kultur hat keinen Wert mehr“, Direktor der Wienerstaatsoper und Initiator des Projekts, den Bedarf an Unterstützung. „Wir wollen nicht belehren. Die können das ganz gut allen und sollen selbst künstlerisch tätig sein.“ Deshalb werden keine Regisseure oder Sänger an die Häuser geschickt, sondern man fördert direkt das dortige Potential.

Drei Jahre lang werden die Opernhäuser von Temesvar in Rumänien und Chisinau in Moldawien, die Nationaltheater von Zargreb, Skopje und Tirana sowie die Nationalopern von Sofia, Bukarest, Belgrad und Sarajewo mit Geld- und Sachmitteln wie Instrumenten oder Computern unterstützt.

Die Aktivitäten des Vereins orientieren sich bewusst an den Bedürfnissen jener Länder, die nicht Mitglieder der EU sind und deshalb nicht auf deren Kulturförderung zurückgreifen können.

Die Republik Österreich stellt dafür 660.000 Euro zur Verfügung, von der Kulturstiftung der Deutschen Bank kommen insgesamt 900.000 Euro.

Gezielte Förderung statt Gießkanneprinzip

Besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit und der Vermeidung des Gießkannenprinzips: Im Jahr 2005 begann man mit der Förderung des Nachwuchses. 30 Sänger erhielten ein Stipendium im Rahmen eines monatlichen Zuschusses von 125 bis 300 Euro.

Die Künstler sollen ermutigt werde, ihrer künstlerischen Entwicklung im Heimatland nachzugehen, statt aus finanziellen Gründen an internationale Häuser zu wechseln. Die Nationaloper Chinisau erhielt Equipment für Beleuchtungstechnik, eine Übertitel-Anlage ist in Planing.

Für 2006 sind musikalische Koproduktionen angesetzt – so etwa zwischen der Mazedonischen Oper Skopje und der Nationaloper Sofia „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Nationaltheater Belgrad und die Rumänische Oper Temesvar erarbeiten gemeinsam Guiseppe Veris „Simon Boccanegra“. „L’elisir d’ amore“ von Gaetano Donizetti bereiten die Rumänische Oper Temesvar und das Nationaltheater Sarajewo vor.

Morak äußert sich begeistert zu den Aktivitäten: „Es ist unglaublich, was dort abgeht. Dieses Investment rentiert sich hunderfach.“

Wiener Zeitung, 23.10.2004

OPERNFÖRDEUNG: SOLIDE BASIS

Die von Staatsopern-Direktor Ioan Holender initiierte „Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Osteuropa“ hat eine konkrete Vereins-Struktur bekommen. „Das Förderprogramm ist gut angelaufen“, schilderte der Geschäftsführer des Vereins „Central & Eastern European Musiktheater“, Johann Maurer, und verwies auf 18 Stipendienzusagen.

Dabei gehe es um die „kontinuierliche Entwicklung der jungen Künstler vor Ort, auch angesichts der Erweiterung und ihrer verlockungen“, erläuterte Kunststaatssekretär Franz Morak. Um dem finanziellen Abwanderungsdruck zu begegnen, wird ausgewählten jungen Sängern ein Stipendium gewährt, das an den Verbleib am heimischen Opernhaus gekoppelt ist. Daneben gibt es noch eine Reihe weitere Förderungs-Schwerpunkte. Die Republik Österreich stellt dafür 660.000 Euro, verteilt auf drei Jahre, zur Verfügung, von der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank kommen 900.000 Euro.

APA0336 5 KI 0378 Fr, 22.Okt 2004

Musik/Oper/Kulturpolitik/Wien/Osteuropa/CEE

Opernförderung für Zentral- und Osteuropa nun "auf solidem Grund"

Utl.: Verein "Central & Eastern European Musiktheater" fördert von

Wien aus - Rund 1,6 Mio. Euro vom Bund und der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank =

Wien (APA) - Im Herbst 2002 wurde das Projekt erstmals öffentlich präsentiert, nun sind erste Taten gesetzt: Die von Staatsoperndirektor Ioan Holender initiierte "Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Osteuropa" (so der Titel der heutigen Pressekonferenz) hat seit April dieses Jahres eine konkrete Struktur. Aus der ursprünglich angekündigten Stiftung ist nun ein Verein geworden. "Das Förderprogramm ist gut angelaufen", schilderte der Geschäftsführer des Vereins "Central & Eastern European Musiktheater", Johann Maurer, und verwies auf Stipendienzusagen an derzeit 18 junge Sänger.

Dabei gehe es um die "kontinuierliche Entwicklung der jungen Künstler vor Ort, auch angesichts der Erweiterung und ihrer Verlockungen", erläuterte Kunststaatssekretär Franz Morak (V). Um dem finanziellen Abwanderungsdruck zu begegnen, der ein Ausbluten des Talentreservoirs bedeute, wird ausgewählten jungen Sängerinnen und Sängern ein Stipendium gewährt, das an den Verbleib am heimischen Opernhaus gekoppelt ist. Daneben gibt es noch eine Reihe weitere Förderungs-Schwerpunkte, die von der finanziellen Unterstützung baulicher Maßnahmen wie Werkstätten oder Sanitäranlagen für Künstler, Anschaffung von Instrumenten, Beratung für konkrete Projekte und intensiven Erfahrungsaustausch bis hin zu Stipendien für qualifizierte Nachwuchskräfte und zur Entwicklung von Koproduktionen reicht.

Die Republik Österreich stellt dafür 660.000 Euro, verteilt auf drei Jahre, zu Verfügung, von der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank kommen insgesamt 900.000 Euro. Mit neun Opernhäusern wird bereits zusammengearbeitet, wobei vorläufig der Fokus auf den Nicht-EU-Ländern des südosteuropäischen Raums liegt: Es sind dies die Opernhäuser von Temesvar in Rumänien und Chisinau in Moldawien, die Nationaltheater von Zagreb, Skopje und Tirana, die Nationalopern von Sofia, Bukarest, Belgrad und Sarajevo.

Während Michael Münch, der Vorstand der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank, sich "stolz und froh" zeigte, "dieses Projekt auf den Weg gebracht zu haben", musste sich Staatsopern-Direktor Ioan Holender, der Motor der Förderungsinitiative, wegen eines kurzfristig eingeschobenen Termins entschuldigen lassen. In einem schriftlichen Statement zeigte er sich erfreut, dass "dieses wertvolle Projekt eine organisatorische Schnittstelle gefunden" habe. Staatssekretär Morak betont die breite und praxisnahe Anlage des Förderprogramms und zeigte sich zuversichtlich, mit dem Projekt nun personell und strukturell "auf einem soliden Grund" angelangt zu sein.

Ein anderes Projekt erfährt übrigens in diesen Tagen seine Fortsetzung: In Wien treffen sich Direktoren der mittel- und osteuropäischen Opernhäuser bereits zum dritten Mal zum Meinungsaustausch.

(S E R V I C E - CEE Musiktheater, Goethegasse 1/211a, 1010 Wien, Tel. 01 / 514 44-2673, http://www.cee-musiktheater.at)

(Schluss) whl/leh

APA0336 2004-10-22/13:04

221304 Okt 04

OTS0194 5 KI 0454 SKM0001 Fr, 22.Okt 2004

Kultur/Wirtschaft/CEE/Musik/Morak

Republik Österreich und Kultur-Stiftung der Deutschen Bank fördern Musiktheater in Zentral- und Osteuropa =

Utl.: Verein Central & Eastern European Musiktheater präsentiert Förderprogramme - bereits 18 Stipendiaten aufgenommen =

Wien (OTS) - Die gemeinsame Initiative der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank, der Republik Österreich, Staatssekretariat für Kunst und Medien, und der Wiener Staatsoper zur Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Osteuropa wurde heute, Freitag, vorgestellt. "Der Kultur-Stiftung liegt die Entwicklung der Kunstform Oper am Herzen. Als europaweit tätige Stiftung ist uns der Austausch mit Osteuropa besonders wichtig. Wir freuen uns, mit dem neuen, maßgeschneiderten Förderprogramm einen Beitrag zur Stärkung der Opernhäuser in Osteuropa leisten zu können", so Michael Münch, Vorstand der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank.

Zur Umsetzung des Förderprogramms wurde der Verein Central & Eastern European Musiktheater (CEE Musiktheater) gegründet, der bereits erste Förderungen in die Wege geleitet hat. Ein Schwerpunkt liegt in der Sängerförderung: es sind bereits 18 junge Sängerinnen und Sänger an den Opernhäusern in Belgrad (Serbien-Montenegro), Chisinau (Moldawien), Skopje (Mazedonien), Sofia (Bulgarien), Temesvar (Rumänien), Tirana (Albanien) und Zagreb (Kroatien) in das Stipendienprogramm aufgenommen worden. Weitere sollen an den Opernhäusern in Bukarest (Rumänien), und Sarajewo (Bosnien-Herzegowina) folgen. Den Stipendiaten wird neben Bühnenerfahrung am jeweiligen Stammopernhaus durch das Stipendium die Möglichkeit gegeben, sich voll auf das weitere Gesangsstudium zu konzentrieren.

"Das Förderprogramm zielt sehr genau auf konkrete und nachhaltige Kooperationen mit den Ländern Südost- und Mitteleuropas ab. Die Vielfältigkeit des Programms bedeutet eine breite und praxisnahe Förderung der Musiktheaterszene in diesen Ländern. Daher war es mir ein Anliegen, gemeinsam mit den Kooperationspartnern dieses Projekt zu realisieren", so Franz Morak, Staatssekretär für Kunst und Medien.

Staatssekretär Morak und Dr. Johann Maurer, Geschäftsführer des Vereins, wiesen darauf hin, dass Direktor Holender mit den von ihm initiierten Opernintendantenkonferenzen Ideengeber und Impulsgeber für das Förderprogramm war. Durch die Unterstützung von Koproduktionen soll zudem der Austausch der Opernhäuser der Region intensiviert und der grenzüberschreitende Dialog vertieft werden. Ferner wird CEE Musiktheater selektiv durch Sachspenden und Beratungsleistungen die Opernhäuser fördern. Ein weiteres Projekt ist der Austausch von Nachwuchskräften zur Unterstützung der Teams an den Opernhäusern, dadurch sollen künstlerische Impulse durch das Miteinander Arbeiten erfolgen, erläuterte Maurer das Förderprogramm.

"Die Deutsche Bank AG nimmt einen fixen Platz in der österreichischen Bankenlandschaft ein, der sich auch in Ihrem gesellschaftlichen Engagement widerspiegelt. Die Deutsche Bank AG setzt mit diesem Projekt die starke Präsenz im österreichischen Kultur-Sponsoring kontinuierlich fort", so Dr. Wilfried Amanshauser, Chief Country Officer Wien.

Als Budget für eine Laufzeit von 3 Jahren stehen seitens der

Kultur-Stiftung der Deutschen Bank 900.000.- Euro, seitens des Bundes

660.000.- zur Verfügung. Auf der derzeit in Wien stattfindenden

Opernintendatenkonferenz werden weitere Projekte ausgearbeitet und vereinbart.

nach oben

Presseinformation

Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Osteuropa
„Central & Eastern European (CEE) Musiktheater“

Die gemeinsame Initiative der Kultur-Stiftung der Deutschen Bank, der Republik Österreich, Staatssekretariat für Kunst und Medien, und der Wiener Staatsoper zur Förderung des Musiktheaters in Zentral- und Osteuropa wurde bei einer Pressekonferenz am 22.10.2004 vorgestellt. „Der Kultur-Stiftung liegt die Entwicklung der Kunstform Oper am Herzen. Als europaweit tätige Stiftung ist uns der Austausch mit Osteuropa besonders wichtig...(mehr)

Pro:log, September 2006  

Förderung zum Wohle des eigenen Publikums
Kulturelle Aufbauhilfe am Beispiel südosteuropäischer Opernhäuser

von Andreas Láng


Zwischen 1948 und 1952 blühte das Opernleben in Skopje, der mazedonischen Hauptstadt, geradezu auf. Der Grund? Lovro von Matacic hatte damals schon erkannt, daß sich die internationale Opernwelt ins eigene Fleisch schneidet, wenn sie nicht jenen Städten unter die Arme greift, die auf Grund finanzieller Engpässe außerstande sind, aus eigener Kraft die Welt des Musiktheaters mit neuen Talenten zu befruchten. Um also mit gutem Beispiel voranzugehen, investierte Matacic in Skopje vier Jahre intensive, aufreibende musikalische Arbeit mit dem Erfolg, daß das dortige Opernensemble auf eigenen Beinen stehen konnte.
Fast ein halbes Jahrhundert später sind es wiederum vor allem Städte Südosteuropas, die zwar ein enormes künstlerisches Talentepotential beheimaten, dieses jedoch auf Grund der nicht gerade rosigen finanziellen Situation nur ungenügend fördern können. Und gerade hier setzt die Tätigkeit des 2004 gegründeten Wiener Vereins Central & Eastern European Musiktheater, kurz CEE-Musiktheater an.
Mit ausgewählten Förderprogrammen soll einerseits Künstlern dieser Regionen, aber auch den dortigen Opernhäusern unaufdringlich auf die Sprünge geholfen werden. Daß es hierbei mittelfristig um weit mehr geht als um bloß einseitige Unterstützung, war den Initiatoren des Vereins, nämlich der Wiener Staatsoper, Franz Morak als amtierendem österreichischen Staatssekretär für Kunst und Medien sowie der Deutsche Bank Stiftung ein wichtiges Anliegen. Schließlich wird ja beispielsweise der eine oder andere Sänger, der sich nun gesichert entwickeln kann, zwangsläufig eines Tages auch die international bedeutenden Opernbühnen betreten und den in ihn getätigten Einsatz durch einen eigenen künstlerischen Beitrag abgelten. So profitierte allein das Publikum der Wiener Staatsoper bereits im vergangenen Juni von der Tätigkeit des CEE-Musiktheater. Denn die perfekten Koloraturketten, die die junge mazedonische Sopranistin Ana Durlovski als Königin der Nacht in zwei Repertoirevorstellungen der Zauberflöte im Haus am Ring ablieferte, ließ Musikkenner aufhorchen. Man hatte offenbar nicht nur eine hervorragende Darbietung gehört, sondern auch den Startschuß zu einer glänzenden internationalen Karriere miterlebt. Ohne das CEE-Musiktheater jedoch, das der Sängerin ein Stipendium gewährt und ihr darüber hinaus einen Auftritt in Timisoara ermöglichte hatte, wo sie wiederum vom Wiener Staatsoperndirektor entdeckt wurde, hätte das hiesige Publikum vielleicht niemals die Möglichkeit bekommen, das Können Ana Durlovskis zu bewundern.
Die Voraussetzungen für die Gründung des CEE-Musiktheater schuf eine von Direktor Ioan Holender und Staatssekretär Franz Morak initiierte bzw. unterstützte jährliche Konferenz Südosteuropäischer Operntheater, die erstmals im Mai 2003 im Haus am Ring stattfand. Denn bei diesem Treffen, an dem erstmals praktisch alle Vertreter der betroffenen Häuser teilnahmen, wurde offenbar, daß der Schuh jeweils an den gleichen Stellen drückte, und, daß eine übergeordnete Koordinierungs-Instanz für die Verminderung der Probleme vonnöten war, eine Instanz, die im CEE-Musiktheater schließlich ihre Verwirklichung fand.
Und worin bestehen nun die Hilfeleistungen des Vereins? Die oben erwähnte Vergabe von monatlichen Stipendien betrifft vor allem junge Sänger. Diese sollten durch die finanzielle Absicherung in der Lage sein, auf ihren Heimatbühnen Auftrittserfahrungen zu sammeln, um ohne Zeitdruck eine individuelle Repertoireerweiterung betreiben zu können. Darüber hinaus erhalten ausgewählte Opernhäuser dieser Region, wie die Nationalopern von Tirana, Skopje, Sarajewo oder Chisinau Unterstützung in Gestalt von Sach- und Beratungsleistungen, mit dem Ziel, die bestehende Infrastruktur zu verbessern und einen regelmäßigen Vorstellungsbetrieb zu fördern.

Staatssekretär Franz Morak mit Direktor Ioan Holender
Doch es geschieht noch weit mehr: Über die Landesgrenzen hinweg werden Kooperationen zwischen einzelnen Häusern in die Wege geleitet, um Synergien besser nutzbar zu machen. Aktuelles Beispiel ist eine Zauberflöten-Produktion, die von der Nationaloper in Sofia und dem Nationaltheater in Skopje gemeinsam realisiert wurde. Für die Regie zeichnete die Österreicherin Angela Zabrsa verantwortlich, die unter anderem als langjährige stellvertretende szenische Leiterin der Wiener Staatsoper einen bedeutenden Erfahrungsschatz erwerben konnte, den sie nun erfolgreich weitergab. "Überrascht hat mich, und zwar in beiden Städten, die geradezu euphorische Begeisterung, mit der alle Beteiligten an die Verwirklichung des Projektes gingen, sowie die allgemeine Aufgeschlossenheit gegenüber dem Inszenierungskonzept", erklärt Angela Zabrsa im Gespräch mit dem prolog. "Nicht einmal der Umstand, daß zum Teil die notwendigsten technischen Grundlagen fehlten und es daher bis zum Tag vor der
jeweiligen Premiere nicht ganz sicher war, ob die Aufführung überhaupt zustande kommt, konnte diese Begeisterung dämpfen." Sowohl in Sofia als auch in Skopje wetteiferten die örtlichen Kindergärten miteinander, die drei Knaben oder Papagenos und Papagenas zahlreich auftretenden Kinder für die Vorstellungen bereitstellen zu dürfen. Und in den restlos ausverkauften Auditorien war die große Freude über das Zustandekommen des Projektes an den Premierenabenden deutlich spürbar. Die Überlegung der Regisseurin, "individuelle Assoziationen des Geistes, der Seele und Herzens beim Zuseher anzuregen, und diese zu je eigenen Schlußfolgerungen zu ermutigen", ging auf, wie den intensiven Pausen-Diskussionen zu entnehmen war. Und die musikalischen Darbietungen zogen das Publikum dermaßen in Bann, daß mitunter zwischen den einzelnen Strophen Beifall aufbrandete — immerhin war Mozarts Zauberflöte an der Nationaloper in Sofia seit 70 Jahren nicht zu erleben gewesen. Kein Wunder also, wenn die Sänger, allen voran Ana Durlovski als Königin der Nacht, sowie das Leading-Team am Schluß der Vorstellungen mit Ovationen gefeiert wurden und die Oper zum Stadtgespräch mutierte. Gesungen wurde übrigens im deutschen Original, für die allgemeine Textverständlichkeit sorgten (kyrillische) Übertitel in der jeweiligen Landessprache. Einer der Beiträge des CEE-Musiktheater bei diesem Projekt war unter anderem die Bereitstellung einer computergestützten Beleuchtungsanlage mir der zusätzlichen fachgerechten Ausbildung der vor Ort anwesenden Mitarbeiter. Da finanziell diesbezüglich nur die Ausstattung eines Opernhauses möglich war, erklärten sich die beiden Theater in Sofia und Skopje spontan bereit, die Anlage fortan gemeinsam zu betreuen und je nach Bedarf von einem ins andere Haus zu transportieren, wodurch die Zusammenarbeit auch für die nächste Zeit gesichert sein dürfte. Die entsprechende erste Nagelprobe im Falle der Zauberflöte funktionierte auf jeden Fall vortrefflich: Eindrucksvolle Lichtstimmungen, die die Idee der Inszenierung, "die mehrschichtige Dimensionalität des universellen Raumes darzustellen" unterstützte, verzauberten alle Anwesenden, ob im bulgarischen oder im mazedonischen Opernhaus. Und genau diese Erfolge, sowohl in künstlerischer wie in völkerverbindender Hinsicht, geben den Bemühungen des CEE-Musiktheater recht - und machen Mut für weitere Pläne.

Neu an der Wiener Staatsoper

Die Zauberflöte im Juni 2006

ANA DURLOVSKI, Königin der Nacht  

Die junge Sopranistin Ana Durlovski stammt aus Stip in Mazedonien. Von 1997 – 2001 studierte sie an der „St. Kyrill und Method“ - Universität Gesang, seither bei KS Olivera Miljakovic in Wien. Bereits 1997 begann sie mit ihrer Konzerttätigkeit, die sie unter anderem nach Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien führte. Spätestens seit ihrem triumphalen Debüt in der Titelrolle von Donizettis Lucia di Lammermoor an der mazedonischen Nationaloper in Skopje zählt sie zu den großen Nachwuchshoffnungen in ihrem Fach. Weitere Erfolge in Zagreb, Skopje, Belgrad und Temesvar errang die Künstlerin mit Partien wie Donna Anna (Don Giovanni), Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Adele (Die Fledermaus) und Gilda (Rigoletto). 2005 wurde sie auf Grund ihrer Leistungen Stipendiatin des von der Deutschen Bank und des Österreichischen Kunststaatssekretariats finanzierten CEE Musiktheater. Zuletzt war sie wiederum mit der Königin der Nacht an der Nationaloper Sofia erfolgreich. Ein Festengagement wird die Sängerin in der nächsten Saison nach Mainz führen, wo sie u. a. als Lucia und Königin der Nacht zu hören sein wird.
Als Königin der Nacht stellt sie sich am 12. Juni 2006 auch dem Publikum der Wiener Staatsoper vor.


Harfenist/in gesucht
Die Arbeit des Central & Eastern European Musiktheater

von: Johann Maurer, Annelie Fritze

Die Idee zur Unterstützung des Musiktheaters, im speziellen der Opernhäuser in den Ländern des zentral-und osteuropaischen Raumes existiert schon länger. Die Republik Österreich (Staatssekretär Morak, Direktor Holender und Dr. Springer) sowie die Kultur-Stiftung der Deutschen Bank (Herr Münch und Dr. Amanshauser) haben diese Idee nun im April 2Q04 in die Tat umgesetzt und den Verein CEE Musiktheater gegründet.
Die Aufgaben des Vereins sind so mannigfaltig wie die Probleme der Häuser selbst: Der Schwerpunkt liegt in der Förderung junger Sänger/innen am jeweiligen Opernhaus vor Ort. So z. B. die junge kroatische Sopranistin Ivana Kladarin. Sie ist am Nationaltheater Zagreb engagiert: "Wichtig ist mir neben dem Sammeln weiterer Bühnenerfahrung an meinem Stammhaus in Zagreb auch die durch das Stipendium eröffnete Chance, bei namhaften Professoren weiter Unterricht nehmen zu können". Finanzielle Absicherung soll es jungen Talenten ermöglichen, alle Konzentration auf das Studium zu richten und eine Solokarriere gezielt vorzubereiten. Gleichzeitig wird der Ensemblegedanke gestärkt. Bis dato sind bereits 16 junge Sänger/innen in das Stipendienprogramm aufgenommen worden. Sie werden in Chisinau (Moldawien), Belgrad (Serbien und Montenegro), Skopje (Mazedonien), Timisoara (Rumänien) und Tirana (Albanien) singen, studieren und ihre Chancen nutzen. Aufnahmen in das Programm in Sofia (Bulgarien) und Bukarest (Rumänien) sind geplant.
Eine weitere Zielsetzung des Vereins ist die Unterstützung von Kooperationen der Opernhäuser, denn "die Idee Koproduktionen zu organisieren macht es möglich, daß die jeweiligen Partner von den Qualitäten des anderen profitieren und ein hohes künstlerisches Niveau erreicht werden kann", so Zhani Ciko, Operndirektor in Tirana.
Ferner gehört Sachsponsoring in Form des Ankaufs von Orchesterinstrumenten ebenso zu den Vereinsaufgaben wie die Unterstützung bei der Renovierung der Häuser. Der Verein sucht aber derzeit auch Experten für Bühnentechnik und Betrieb, zum Beispiel eine Harfenistin für das Opernorchester in Tirana. In Albanien war das Harfenspiel zu lange verboten — es gibt daher im ganzen Land keine Harfenspieler. So schmückt ein schönes Instrument zwar stolz die Eingangshalle der Oper, es wird jedoch niemals gespielt.
Zur Vertiefung und näheren Erörterung der individuellen Anliegen aller zu fördernder Opernhäuser findet im Herbst 2004 ein "CEE Directors Meeting" in Wien statt. Dabei werden neue Wünsche und Anregungen auftauchen, konkrete Projekte aber besprochen und verwirklicht werden.

 

Wiener LLOYD, November 2004

Die Österreich-Seiten des PESTER LLOYD, Ungarn

 Mit welchem Gelde?

Der Verein CEE Musiktheater wurde in Wien gegründet: tätige Nothilfe an 9 osteuropäischen Opernhäusern – aber kein Mädchen aus dem Goldenen Westen für Budapest

Im Opernhaus Tirana wird dringend eine Harfenistin gesucht (Harfe spielen war dort bisher verboten!). Die Harfenistin hätte man zwar in Sofia, doch dort fehlt dafür das Instrument. In Skopje braucht man zwei Hörner. Die Inspizienten in Temesvár erhalten endlich Monitore für ihre steuernde Arbeit. In Belgrad ächzte das Tonsystem auf dem letzten Loch, und wieder Temesvár: die Künstlerklos waren unbrauchbar.

Es ist echte Nothilfe, die der Verein Central and Eastern European Musiktheater (CEE Musiktheater) in Wien am Beginn seiner Tätigkeit leistet. Die Initatoren: der Kulturstaatssekräter Österreichs Franz Morak, die Kulturstiftung der Deutschen Bank sowie Ioan Holender für die Wiener Staatsoper, dem Temesvár aus biographischen Gründen natürlich besonders am Herzen liegt, verkündeten die Vereinsgründung kürzlich im Wiener Café Landtmann der Öffentlichkeit mit gleichzeitiger Überreichung eines Hornes nach Tirana. Wir erfahren unverwundert, daß dieses Blechblasinsturment das “Lieblingsinstrument” des Herrn Staatssekräters ist.

Mit einem Budget von um 1 Mio EUR für die nächsten Jahre, versucht diese lobenswerte Initiative die “zukunftsorientierte Förderung des bestehenden Musiktheaters im osteuropäischen Raum” zu bewerkstelligen. Doch wie oben genannte Beispiele zeigen, wurde man im Hinblick auf die “Zukunftstorientierung” vom Elend der Gegenwart an den 9 bisher beteiligten Opernhäusern sehr schnell wieder auf den Boden des Möglichen gestellt.  “Um unsere Ziele zu erreichen, bräuchte man eigentlich 5 Banken”, stellt dann auch realitätsnah und fatalistisch Geschäftsführer Dr. Johann Maurer fest.

Ganze vier Förderschwerpunkte will man mit den bescheidenen, dankenswerterweise aber überhaupt generierten Mitteln, angehen. Neben den Rettungsaktionen für den laufenden Spielbetrieb, steht im Zentrum der Bemühungen die “Zeit zu wachsen”, eine gezielte stipendiale Förderung von Sängerinnen und Sängern, die es ihnen ermöglichen soll, sich nach einem Erstengagement an ihren Heimathäusern zu entwickeln und nicht aufgrund des materiellen Drucks vorschnell irgendwelche x-beliebigen und unsteten Engagements im Westen annehmen zu müssen, im eigenen Interesse und im Interesse der Häuser vor Ort. Knapp 20 Künstler werden so bereits gefördert.

Das Problem der Abwanderung ist ein gravierendes und das gerade auch in den neuen EU-Ländern im Osten Europas, von denen kein einziges auf der Liste der Partneropernhäuser auftaucht. Bei allem Verständnis für die Fokussierung auf die ganz grosse Not und die, gemessen an der gestellten Aufgabe, sehr bescheidenen Mittel und bei aller Achtung für das freiweillige Engagement der beteiligten Institutionen, bleibt ein bitterer Beigeschmack nicht aus. Der Eindruck nämlich, dass, nun, da kulturhistorisch Österreich so nahestehende Häuser wie Budapest oder Prag, da sie EU-Mitglieder sind, selbst sehen dürfen, wie sie klarkommen. Die Wohnung in unserem Haus habt ihr bezogen, wie ihr die Bude warm bekommt, ist nicht mehr unser Problem. Es schaut auch sehr wirksam aus, wenn man jemandem hilft, dem man die Armut schon von weitem ansieht. Doch die Armut hinter unserer schönen Fassade an der Andrássy út ist mindestens ebenso gravierend, wenn man einmal über die Hardware hinaus, nach Strukturen, Konzeptionellem und: künstlerischer Ausstrahlung fragt. Und so fragt man sich bei “Programm 3” der CEE Initiative “mögliche Koproduktionen für das Jahr 2006” nicht nur zwangsläufig: “Mit welchem Gelde?” sondern auch, ob solche Koproduktionen nicht in die direkte Nachbarschaft gehörten.

Das Budapester Opernhaus ist in seinem 120. Jubeljahr, aufgrund der Leistungen des ewigen Intendanten Szinetár, und der mangelhaften Kontrolle durch den Staat (man erkannte zwar ein enormes Defizit, weiß aber nicht woher es kam) derart in der künstlerischen Krise, dass man selbst die nach 6 Monaten erste Premiere (“Das Mädchen aus dem Goldenen Westen”!) absagen und durch eine Wiederaufnahme ersetzen muss. Es werden Legionen von Solisten bezahlt aber kaum eingesetzt. Der Intendant aber tourt mit seinen verstaubten Rigoletten teuer durch Asien oder inszeniert eine Operette in Südungarn, während die besten Sänger des Landes diesem den Rücken kehren. Kehren müssen. Ist Budapest überhaupt kooperationsfähig?

Wäre es aber dennoch nicht viel sinnvoller, anstatt per Giesskanne über den ganzen Balkan ein paar Tröpfchen Wohlgefallen zu vergiessen, sich mit seinen direkten Nachbarn an einen Tisch zu setzen (im Falle Budapestes dann bitte lieber gleich mit dem Nachfolger) und über solche Art von Koproduktionen zu sprechen, die wirklich substantielle Fortschritte erbringen könnten, und die damit indirekt die Generation unterstützt, die sich gegen diese alten Mißwirtschafter heute noch nicht durchsetzen kann? Natürlich kann Wien nicht den Pester Opernstall ausmisten. Aber erbrächte eine nachbarschaftliche Kooperation auch Einsparungspotential für das mit allem nur nicht mit zuviel Geld gesegnete Flagschiff in Wien. Die Künstler könnten es leisten. Die Strukturen sind überwindbar. Da bleibt noch viel Arbeit. Die CEE Musiktheater Initative will und kann solches nicht leisten, und es ist gut, was sie leistet und leisten wird. Diese Abschweifung – man möge sich da bitte nicht auf den Frack getreten fühlen - soll nicht deren im Rahmen des Möglichen befindliche Engament tadeln, sondern es als Speerspitze hervorheben, damit die oben angemahnten anderen “5 Banken” ermutigt werden mögen, kulturellen Reichtum als harte Währung anzuerkennen, die am Ende als einzige Rendite trägt. m.s.

 

Kronen Zeitung: 18.12.2006, von Oliver A. Lang  

Ein „Figaro“ mit Witz – Bukarest: CEE-Stipendiaten singen Mozart  

Wirtschaftlich ist Südosteuropa bereits gut durchleuchtet, kulturell fehlt es vielen Staaten an Unterstützung: So müssen viele Opernhäuser unter schwierigsten Bedingungen arbeiten, mitunter fehlt es am Nötigsten. Die von der österreichischen Regierung mitinitiierte Organisation CEE-Musiktheater hilft da!

Gemeinsam mit der Deutschen Bank versuchen Operndirektor Ioan Holender, Bundestheater-Holdingchef Georg Springer und Staatssekretär Franz Morak, durch die Organisation CEE-Musiktheater Hilfestellungen zu geben. Etwa: In Sachen Infrastruktur und Ausstattung, Organisation, Controlling und technisches Know-how greift man den Opernhäusern unter die Arme. Aber auch im Bereich des Künstlerischen: So will man mit Sängerstipendien helfen, dass junge Talente in ihrer Heimat eine künstlerische Karriere machen können.

Es können aber auch zwischenstaatliche Kontakte geknüpft werden – auch und vor allem dort, wo die Politik versagt. So meint Corneliu Murgu, der Opernchef von Temesvar: „Auf der Bühne sind alle gleich, da gibt es nur eine gemeinsame Sprache: die Musik!“ Ein wichtiges Engagement Österreichs, bei dem mit verhältnismäßig geringen finanziellen Mitteln vieles in Bewegung gebracht werden kann.
Dass auch mittelfristig sichtbare Erfolge zu verzeichnen sind, zeigt eine neue Produktion im Opernhaus von Bukarest. Mit CEE-Sänger-Stipendiaten wurde Mozarts „Le Nozze di Figaro“ in Szene gesetzt und zum 85. Geburtstag des Hauses herausgebracht. Musikalisch ein solides, stabiles Unterfangen, das Dirigent David Creszenzi mit Elan und Umsicht geleitet hat.
Die Stipendiaten, mit denen u. a. Bernd Weikl gearbeitet hat, zeigen ihre Qualitäten im Umgang mit Mozart: Vikena Kamenica (Cherubino), Simonida Lutescu (Gräfin), Florin Simionca (Graf) und Ionut Pascu (Figaro) zeigen jugendlichen Schwung und Ausdruckskraft. Keine Stipendiatin, aber bemerkenswert: Laura Tatulescu als bravouröse Susanna, wohlbekannt aus der Wiener Staatsoper.

Alexander Radulescu inszenierte gute Bilder voll Witz.

 

Kronen Zeitung 6.12.2005

Morak, Holender, Deutsche Bank: CEE MUsiktheater-Projekt

„Die Investitionen rentieren sich!“

2004 wurde der Verein CEE (Central & Eastern European)- Musiktheater gegründet: Wiener Staatsoper, Bundeskanzleramt und Deutsche Bank ermöglichen mit dieser Initiative die Unterstützung für Opernhäuser in Südosteuropa. Heuer trägt das Projekt erste Früchte.

„Das Kulturbudget in Rumänien etwa beträgt nicht einmal ein halbes Prozent des Gesamtbudgets“ bestätigt Staatsopernchef Ioan Holender. Gemeinsam versucht man nun mit 300.000 Euro direkte Unterstützung zu bieten (zum Beispiel beim Kauf von Instrumenten), andererseits aber junge Sänger mit Stipendien im Land zu halten. So konnte Johann Maurer und Annelie Fritze (CEE- Musiktheater) ein Netzwerk aufzubauen, das Stipendiatenprojekte vorantreibt und Koproduktionen in die Wege leitet.

Staatssekretär Franz Morak und Holender: „Solche Projekte sind auch Kulturpolitisch unglaublich wichtig, diese Investitionen rentieren sich hundertfach“ OL

 

Pressestimmen Zauberflöte

 

DNEVNIK– 20/02/2006

** Der Zauber der „Zauberflöte“ erfasste am Freitagabend die Mazedonische Oper. Die Premiere von Mozarts Oper erfolgte anlässlich der 250 Jahresfeier von Mozarts Geburt. Seit langem hat es in unserer Hauptstadt kein solches kulturelles Ereignis gegeben, wo die Eintrittskarten im Voraus ausverkauft waren. Ausländische Botschafter in unserem Land einheimische Politiker, Geschäftsleute und Künstler applaudierten lange nach den außerordentlichen Darbietungen von Ana und Igor Durlovski, Stefan Ilcev aus Bulgarien, Jonus Pasku aus Rumänien und der restlichen Künstlern, die bei der Aufführung dieses sehr gelungenen Stückes engagiert hatten. Die Nationaloper hat gezeigt, dass große Projekte für Sie keine Herausforderung sind, denen sie nicht gewachsen ist. Die „Zauberflöte“ ist ein Koproduktions-Projekt der mazedonischen Nationaloper und der Nationaloper aus Sofia. Das Projekt wurde unter der Schirmherrschaft der Fondation „Zentral-und osteuropäisches Musiktheater“ aus Wien aufgeführt.

UTRINSKI VESNIK – 01/02/2006

Premiere von Mozarts bester Oper „Zauberflöte“ in Skopje – Zauberhafte Nacht von Ana Durlovska

Großes Spektakel auf der Szene der mazedonischen Nationaloper – Die Zaubernacht von Ana Durlovska (Bericht von Liljana Mitevska)

Für seine Zeitgenossen im 18. Jhdt. war Mozart ein brillanter Virtuose. Im 19. Jhdt. wurde er als Komponist von wunderschönen Miniaturen angesehen. Bereits im nächsten Jhdt. ist er die Essenz der Musik und im 21. Jhdt. bleibt die Frage offen – was für ein Mozart ist der Mozart unserer Zeit?

Im neuesten Projekts der mazedonischen Nationaloper, dem Szenenspektakel „Zauberflöte“, mit welchem Mazedonien sich in die Reihe von Ländern, die 250 Jahre der Geburt des Wunderkindes feiern, einordnet, ist Mozart grandios und mit minimalistischen Beiton.

Mozarts Märchen über den Triumph der Liebenden Tamino und Pamina im Gegensatz zur bösen Königin der Nacht, wo unzählige fantastische Ereignisse mit eingeflochten sind, ist eine enorme Herausforderung im Bereich der Szenengestaltung, womit ein richtiger Zauber auf der Szenen geschaffen sein sollte. Dieses Element in den Händen der Regisseurin Angela Zabrsa, war auf die Beleuchtung der Szene ausgerichtet. Dennoch ist der dominante Eindruck, dass die Lichteffekte auf der Bühne, die der Atmosphäre einen speziellen zauberhaften Glanz geben sollten, nur eine weiche Andeutung der Zauberwelt waren, welche von Mozart und dem inventiven Koautor des Librettos Emanuel Schikandeder geschaffen wurde.

Im Bereich der gesanglichen Interpretation hat Ana Dulovska, wie erwartet, in der Rolle der Königin der Nacht die Herzen höher schlagen lassen, auf deren außerordentliches Talent das Publikum reagierte und jede ihrer Arie mit lautstarkem Applaus honorierte. Standardgemäß gut waren auch Igor Durkovski in der Rolle von Zarastro sowie der Rumäne Jonus Pasku als Papageno, während der Bulgare Stefan Ilcev als Tamino und Aleksandra Lazarovska als Pamina nur durchschnittlich die Erwartungen von Opernkennern erfüllt haben.

Der minimalistische Effekt auf der Szene dominierte auch außerhalb der Szene. Obwohl es sich um ein Werk mit großen Szenenspektakel handelt, welches als Rarität auf unserer Theaterbühne aufgeführt wurde und trotz Interesse, welches es in der Öffentlichkeit erregte, hatte die Atmosphäre der Eröffnung eine gewisse Dosis von Unaufdringlichkeit. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es am feierlichen Ton fehlte oder dass die üblichen protokolaren Elemente umgangen wurden.

Bei der Premiere am Freutag konnten man einige Vertreter des höchsten politischen Establishments im Land antreffen, wie z.B. den Parlamentspräsidenten Ljupco Jordanovski oder den Finanzminister Nikola Popovski. Anwesen waren auch Vertreter der Opposition, unter anderem der informelle VMRO-NP Parteichef Ljubco Georgievski samt Gattin. Selbstverständlich waren auch eine Delegation der Österreichischen Botschaft sowie Vertreter der Deutschen Bank vertreten, welche die Fondation „Zentral-und Südoseuropäisches Musiktheater“ unterstützt und Hauptsponsor dieses Opernspektakels war. Außer den Vertretern aus Österreich, dem Geburtsland Mozarts, waren bei der Premiere noch 14 Botschafter anderer Länder vertreten. Interessant zu erwähnen ist, dass die Oper vom österreichischen ORF direkt live übertragen wurde.

Die „Zauberflöte“ ist ein Projekt mit großen finanziellen und künstlerischen Investitionen. Die Oper kostet über 100.000 €, von welchen 60 % der Hauptsponsor, die österreichische Fondation „Zenral-und Südosteuropäisches Musiktheater“ zur Verfügung stellt. Das mazedonische Kulturministerium stellte 30 % und der Koproduzent Bulgarien über die Nationaloper aus Sofia 10 % der Gesamtkosten zur Verfügung.

Die „Zauberflöte“ ist nicht nur finanziell ein komplexes Stück, welches das Maximum des ganzen Team fordert. Da es sich um ein sehr schweres Werk handelt, wird es nicht sehr oft aufgeführt. In Mazedonien wurde diese Oper vor 54 Jahren aufgeführt. Deswegen war diese Premiere jetzt ein wichtiges kulturelles Ereignis für unser Land. Und wie sich die Feierlichkeiten anlässlich des 250. Jahresfeier Mozarts auf der ganzen Welt abwickeln, kann man zwei Dinge feststellen: Mozart wird nie aufhören, als ausdruckvolles Symbol eines musikalischen Genies zu bestehen und die Welt wird nie aufhören, die Frische seiner Zauberwerke immer wieder aufs Neue zu entdecken.

VEST – 01/02/2006

Premiere der „Zauberflöte“ – Mozarts Zaubernacht

Bericht von V. Taburovski

Die Premiere der „Zauberflöte“ in der mazedonischen Nationaloper, mit welcher am Freitag am Abend das 250. Geburtsjahr des musikalischen Genies Mozart gefeiert wurde, haben manche schon als „das“ Ereignis des Jahres bezeichnet. Das war wirklich eine Zaubernacht, in welcher das Leben gefeiert wurde, die Botschaft des Werkes, welches noch vor zwei Jahrhunderten als „Hymne des Menschentums“ gefeiert wurde.

Das Szenenbild war im Trend des modernen europäischen Theaters, wo mit minimalistischer Szenengestaltung der Zauber des Stückes mittels Zusammenspiel von Licht und Schatten dargestellt wurde. Es dominierten Symbole der Masonenbewegung, welcher auch Mozart angehörte. Dieses grandiose Werk wurde von einem ausgezeichneten Team von Autoren aus Österreich auf die Bühne gestellt: Angela Zabrsa (Regisseurin), Anna Katherina Strobl (Szenenbild und Kostüme), Wolfgang von Zubek (Bühnenbeleuchtung). Ganz ausgezeichnet waren das Orchester des mazedonischen Nationaltheaters, sowie alle Solisten der jüngeren Generation und der Chor. Dem Dirigenten Borjan Canev gebührt ebenfalls ein Großteil des Erfolges.

In den Gesangsrollen brillierten Ana Durlovski, Igor Durlovski, der Rumäne Jonis Pasku, Aleksandra Lazarevska, Katarina Stojanovska und das Trio der Damen Ana Rojdevska, Sandra Mitrovska und Marika Popovic. Einen etwas bleichen Endruck hinterließ der bulgarische Tenor Stefan Ilcev.

Die Premiere war ein glamouröses Ereignis, denn im Salon der Oper traf der ganze diplomatische Chor, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Gäste aus dem Ausland zusammen: Der Direktor der Deutschen Bank, welche als Hauptsponsor die Aufführung finanzierte, der Direktor des ORF, welches in Österreich und Deutschland die Aufführung live übertragen hat, der Direktor des „Zentral- und Südosteuropäischen Musiktheaters“ als Spiritus movens dieses Koproduktionsprojektes. Unzählige Journalistenteams aus Deutschland, Österreich, Bulgarien und Mazedonien waren ebenfalls anwesend.

Einer der österreichischen Gäste erklärte beim Cocktail, Mozart habe in diesem Abend seinen Blick auf Skopje geworfen und damit habe sich unsere Hauptstadt in die Reihe der internationalen Familie, welche diese Jahr Mozarts Jubiläum feiern, eingeordnet.

nach oben

Siemens Financial Services, Ausgabe 02/06, by Katrin Pedall

„Ich bin ein Opernnarr!“

Johann Maurer, Vorstandsvorsitzender der österreichischen Innovest AG, ist im Privatleben ein großer Opernfan. Damit aber nicht genug. Johann Maurer engagiert sich ehrenamtlich als Geschäftsführer des Central & Eastern European Musiktheaters Wien (CEE Musiktheater).

Ziel dieser grenzüberschreitenden Initiative ist die Förderung der bestehenden Musiktheater im zentral- und osteuropäischen Raum. Von Bukarest, Zagreb, Belgrad und Sofia über Sarajewo und Skopje baut Johann Maurer gemeinsam mit einer Assistentin ein Netzwerk auf, um die dortigen Opernhäuser finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Jungen Sängerinnen und Sängern soll dabei auch ein Anreiz gegeben werden, am heimischen Opernhaus zu bleiben.  

fs:zoom: Herr Maurer, wie ist das CEE Musiktheater ursprünglich entstanden?

Johann Maurer: Die Idee stammt vom Direktor der Wiener Staatsoper, Ioan Holender. Er hat unermüdlich versucht, seine Idee zu platzieren und Geldgeber zu finden, um Opernhäuser in Nicht-EU-Ländern zu fördern. Die Geldgeber hat er mit der Deutschen Bank Stiftung und dem Kunststaatssekretariat des Bundeskanzleramtes, also der Republik Österreich, gefunden. Beide sind Hauptsponsoren und Gründungsmitglieder. Neben der Idee und der nötigen Finanzierung war die größte Herausforderung, jemanden zu finden, der die Arbeit hinter dieser Idee erledigt. Das hat schon einige Zeit gedauert. Schließlich hat mich der Chef der Deutschen Bank Wien angesprochen, ob nicht ich diese Aufgabe übernehmen möchte. Da wir uns privat gut kennen, wusste er natürlich, dass ich eine große Schwäche für Opern habe. Ich bin geradezu ein Opernnarr! Nach der Vorstellung bei den „hohen Herren“ in Wien ging es zur Deutschen Bank nach Frankfurt, wo ich ein Gespräch mit dem für Kulturförderung zuständigen Vorstandsmitglied führte. Nachdem alle zugestimmt hatten, wurde ich als Geschäftsführer des Vereins CEE Musiktheater eingesetzt. Auch wenn ich die Arbeit in meiner Freizeit, also vor allem in den Abendstunden und an den Wochenenden, mache, musste natürlich auch der Siemens-Vorstand in Wien zustimmen. Schließlich hat sich Herr Generaldirektor Hochleitner von Siemens Österreich bereit erklärt, auch eine Funktion im Vereinsvorstand zu übernehmen.

fs:zoom: Was beinhaltet Ihre Aufgabe als Geschäftsführer?

Johann Maurer: Wir haben vier Förderprogramme, an denen sich alles orientiert. Es gibt zwei, denen ich mich verstärkt widme: Zum einen haben wir das Programm „Zeit zu wachsen“. Damit ist das Förderprogramm für junge, engagierte, heimische Sänger gemeint. Eins vorweg: Es handelt sich hierbei nur um Opernhäuser in Ländern, die noch nicht Mitglied der EU sind. Mit unseren Stipendien bieten wir den dortigen Künstlern die Möglichkeit, vor Ort zu bleiben und nicht – wie es leider üblich ist – die erstbeste Möglichkeit zu ergreifen und in den Westen zu gehen. Damit verhindern wir, dass der Osten personell „ausblutet“, denn das wäre für die kulturelle Entwicklung am schlimmsten. Im letzten Jahr haben wir dann im ersten Schub gleich 31 Stipendiaten auf einmal aufgenommen. In diesem Sommer sind fünf davon wieder ausgeschieden – ein Kontingent, das wir wieder auffüllen. So haben wir in Osteuropa junge Sänger, die in den Opernhäusern auch singen. Eine weitere Hauptaufgabe ist die Lösung von technischen und organisatorischen Problemen. Das fängt bei den Instrumenten an und reicht bis hin zur Beleuchtungseinrichtung. Hier mangelt es so ziemlich an allem. Die größte Baustelle sind die Instrumente. Teilweise wird auf Instrumenten gespielt, die mit Klebebändern fixiert sind oder die eigentlich nur noch Schrott sind. Da könnte man Millionen ausgeben. Soviel Geld haben wir natürlich nicht. Ein weiterer Schwerpunkt sind elektronische Gerätschaften. Da gibt es noch Schaltpulte, an die man im Westen niemanden ranlassen würde. Und dann gibt es noch notwendige bauliche Maßnahmen, die unseren Rahmen teilweise übersteigen. So kenne ich ein Opernhaus, das Sanitäranlagen hatte, die denen der dritten Welt entsprechen. Dabei darf man nicht außer Acht lassen: Die Lohnkosten in Osteuropa sind bei weitem niedriger als in Deutschland. Wir konnten also mit durchaus vernünftigen finanziellen Mitteln einen Sanitärtrakt komplett sanieren. Das heißt, man kann in den Nicht-EU-Ländern auch mit relativ bescheidenen Mitteln sehr viel erreichen.

fs:zoom: Welches Förderprogramm wird in der Regel am meisten vergeben?

Johann Maurer: Es gibt ein Budget für jedes der vier Förderprogramme. Wir haben mit dem Vereinsvorstand vorher vereinbart, was wir für die einzelnen Programme ausgeben können. Und die passen wir dann dem Budgetrahmen an.

fs:zoom: An welchen Projekten arbeitet das CEE Musiktheater im Moment und welche Projekte stehen in den osteuropäischen Opernhäusern an?

Johann Maurer: Unser aktuell größtes Projekt ist eine Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“, die kommenden Februar in Skopje in Mazedonien anlaufen wird. Im Mai geht es dann damit weiter nach Sofia in Bulgarien. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Bühnenbildmodell ist schon fertig, Kostüme sind gezeichnet, Stoffe werden derzeit in Mazedonien eingekauft, die ersten Vorbereitungen der Sänger starten. Das ist nicht nur unser größtes Projekt, sondern auch eine enorme Herausforderung, schon wegen der Sprache. Danach gibt es den „Liebestrank“ von Gaetano Donizetti, der im April kommenden Jahres im rumänischen Temesvar startet. Dem folgt voraussichtlich Guiseppe Verdis „Simon Boccanegra“ in Belgrad.

fs:zoom: Sie haben vorhin gesagt, Sie sind ein Opernnarr. Gibt es aber einen bestimmten Grund, dass Sie sich aktiv für CEE engagieren?

Johann Maurer: Hier sollte ich hinzufügen, dass der Direktor der Wiener Staatsoper Ioan Holender aus Rumänien stammt. Von ihm weiß ich, dass es im Osten Europas zahlreiche talentierte Sänger und Musiker gibt. Es krankt dort nur an allen Ecken und Enden an fehlenden finanziellen Mitteln, deshalb können die jungen Leute dort nicht angemessen gefördert werden. Außerdem ist Wien schon historisch bedingt die Drehscheibe nach Osteuropa. Da liegt es nahe, dass die kulturelle Initiative von Wien aus gestartet wurde. Das für mich anspruchsvollste Projekt und auch Grundlage meiner persönlichen Motivation ist es, die Häuser in irgendeiner Form in Koproduktionen einzubinden und miteinander personell zu vernetzen sowie auch die Möglichkeit zu schaffen, Know-how aus dem Westen in den Osten zu transportieren. Generell kann man dabei nur sehr vorsichtig vorgehen. Eines unserer Vorhaben besteht zum Beispiel darin, jemanden aus Deutschland in eines der Häuser zu schicken, der dort eine Rundumbetreuung vornimmt. Es soll das gesamte Thema – Promotion, Verkauf, Marketing, Karten, Werbung für das Haus, Homepageerstellung – neu aufgerollt werden. So etwas unterstützt das CEE Musiktheater natürlich auch.

fs:zoom: Herr Maurer, was ist momentan das spektakulärste Projekt?

Johann Maurer: Ja, die für uns größte Herausforderung ist natürlich, die Oper in Skopje und Sofia auf die Beine zu stellen. Außerdem haben wir in diesem Jahr im September ein Mozartkonzert in Skopje mit einer 25jährigen Dirigentin gemacht. Dort haben Leute aus Zagreb, Belgrad, aus Skopje, aber auch aus Sarajewo gesungen. Das heißt, wir haben in einem Konzert Sängerinnen und Sänger aus Ex-Jugoslawien zusammengebracht, über alle Grenzen hinweg. Wir werden dieses Mozartkonzert im Mai 2006 an der Belgrader Oper wiederholen und auch noch in Temesvar in Rumänien. Eine der mazedonischen Stipendiatinnen – Ana Durlovski – war so gut, dass sie 2006 eine Chance bekommt, an der Wiener Staatsoper zu singen. Das ist für einen Künstler eine einmalige Chance, sich zu beweisen.

fs:zoom: Kurz zusammengefasst, was macht das CEE Musiktheater so besonders, dass auch andere Opernfans Ihre Initiative unterstützen und die Projekte in den Nicht-EU-Ländern mitfinanzieren?

Johann Maurer: Ein Punkt ist sicherlich, dass in Form von monatlichen Stipendien junge, talentierte Künstler gefördert werden können, die damit Schritt für Schritt individuelle Repertoires erarbeiten. Sie können sich durch die finanzielle Unterstützung mit voller Konzentration ihrem Gesangsstudium widmen. Für die Opernhäuser heißt das wiederum, dass dadurch eine langfristige Planung mit den vorhandenen Talenten möglich ist. So können wir dem „Ausbluten“ der Häuser entgegenwirken und die Bildung von stabilen Ensembles nachhaltig fördern. Außerdem ist entscheidend, dass durch eine dichtere Vernetzung der Musiktheater Potenziale besser genutzt werden können. Das ist ein Hauptanliegen unserer Bemühungen, denn das ist ja gerade bei knappen Mitteln wichtig. Zum Beispiel gibt es von Bulgarien nach Zagreb momentan praktisch keinen Kontakt. Wenn wir das ein bisschen in Schwung bringen und gleichzeitig noch einen Stamm an jungen Leuten generieren, die wir fördern können, dass wäre ich schon sehr zufrieden. Die ganzen Häuser mit modernen Instrumenten auszurüsten, ist zwar ein persönlicher Wunschgedanke von mir, aber wenn man so den einen oder anderen Lichtblick setzt, dann ist da schon sehr viel gewonnen. Ein gezieltes Sponsoring nach Bedarf in Form von Sach- und Beratungsleistungen kann da sehr viel bewirken.

Weitere Informationen zum Central & Eastern European Musiktheater finden Sie im Internet unter: www.cee-musiktheater.at

nach oben

financenet – Amex-Sänger bald in der Oper, Ausgabe Freitag, 1. September 2006

Sponsoring American Express hilft Opernnachwuchs

Wien. Die American Express Stiftung hat zum Mozartjahr in Kooperation mit dem Verein Central & Eastern European Musiktheater ein einzigartiges Mozart-Opernprojekt initiiert. Aus 30 Stipendiaten aus Central & Eastern Europe wurden die 14 besten Sänger für eine mehrwöchige Ausbildung der Sommerakademie im Stift Heiligenkreuz gewählt. Vor kurzem haben die Sänger dort den krönenden Auftritt vor Publikum absolviert.

Nun bereiten sie sich auf ihre erste Aufführung in einem Opernhaus vor, sagt American Express mit deutlichem Sponsoren-Stolz: Die Neueinstudierung der Mozartoper „Le nozze di Figaro“ wird im Dezember 2006 in der Nationaloper Bukarest Premiere feiern. Der Verein Central & Eastern European Musiktheater wurde von der Republik Österreich und der Deutschen Bank Stiftung geschaffen und unterstützt Opernhäuser in Zentral- und Osteuropa.

nach oben

Tma – travel management austria

American Express spielt Musik 22. August 2006

Die American Express Stiftung unterstützt im Mozartjahr in Zusammenarbeit mit der grenzübergreifenden Initiative „Central & Eastern European Musiktheater“ (CEE Musiktheater) junge Opernsänger aus Osteuropa. Mit 50.000 USD wird die Weiterbildung von 14 Sängern – sie besuchen die Sommerakademie von CEE Musiktheater in Stift Heiligenkreuz – sowie die Bühnenbildgestaltung und Produktion der Mozartoper „Le Nozze de Figaro“ gefördert. Im Dezember wird die Oper in Bukarest, im Februar 2007 in Temesvar

aufgeführt. American Express Kunden konnten Auszüge aus der Oper vorab bei einem exklusiven Abend erleben.
American Express Kunden genossen das Konzert im Stift Heiligenkreuz

nach oben
 
 
 
 

 


Startseite | Kontakt | Impressum